Verstappen kontert Kritik – und hält seine Zukunft weiter offen
Max Verstappen bleibt das dominierende Thema im Fahrerlager. Diesmal nicht wegen eines Rennens, sondern wegen zweier öffentlicher Auseinandersetzungen.
Zunächst hatte Günther Steiner angedeutet, Verstappens Kritik am aktuellen Reglement sei vor allem eine Folge der sportlich schwierigeren Situation bei Red Bull. Aus dem Verstappen-Lager kam die Antwort prompt. Jos Verstappen reagierte öffentlich und scharf, während auch Nürburgring-Teamkollege Dani Juncadella dem Niederländer den Rücken stärkte.
Kurz darauf geriet auch Juan Pablo Montoya ins Visier des Weltmeisters. Der Kolumbianer hatte Verstappens Aussagen über die aktuelle Formel 1 kritisiert und sogar mögliche Konsequenzen gefordert. Verstappen ließ die Vorwürfe nicht unbeantwortet und machte deutlich, dass er wenig von solchen Kommentaren hält.
Noch spannender waren allerdings seine Aussagen zur eigenen Zukunft. Verstappen bekannte sich klar zur Formel 1 und schloss einen Abschied aus der Königsklasse praktisch aus. Gleichzeitig vermied er ein eindeutiges Bekenntnis zu Red Bull über das Jahr 2026 hinaus.
Der Niederländer machte deutlich, dass für ihn künftig nicht nur die sportliche Wettbewerbsfähigkeit eines Teams zählt. Auch Freiheiten außerhalb des klassischen Grand-Prix-Programms spielen offenbar eine immer größere Rolle. Nach seinen jüngsten Einsätzen im Langstreckensport ist das ein bemerkenswertes Signal.
©IMAGO / HochZweiWilliams, Alpine und Mercedes: Die Formel 1 sortiert sich neu
Abseits der Strecke laufen bereits die nächsten strategischen Weichenstellungen.
Bei Williams stellte Teamchef James Vowles klar, dass weder Carlos Sainz noch Alex Albon zur Diskussion stehen. Gleichzeitig halten sich Gerüchte über ein mögliches Interesse des chinesischen Konzerns BYD an einem Einstieg in die Formel 1 – möglicherweise über den Kauf eines bestehenden Teams.
Parallel dazu platzte ein möglicher Mercedes-Einstieg bei Alpine. Nach Berichten sollen Gespräche über den Erwerb eines Anteils am Team an unterschiedlichen Preisvorstellungen gescheitert sein.
Besonders interessant wird dies mit Blick auf die langfristige Motorenstrategie. Mercedes plant offenbar, spätestens ab 2031 nur noch zwei Kundenteams mit Antrieben zu beliefern. Aktuell zählen McLaren, Williams und Alpine zu den Kunden des Herstellers. Sollte dieser Plan umgesetzt werden, könnte eines dieser Teams künftig einen neuen Motorenpartner benötigen.
Damit entstehen bereits heute die ersten Macht- und Besitzfragen für die Formel 1 der nächsten Dekade.
©XPB ImagesFormel 1 bereitet sich auf möglichen Ausfall des Saisonfinales vor
Auch die geopolitische Lage beschäftigt die Königsklasse weiterhin.
Formel-1-CEO Stefano Domenicali bestätigte nun erstmals öffentlich, dass bereits konkrete Notfallpläne existieren, falls die geplanten Saisonfinals in Katar und Abu Dhabi nicht stattfinden können.
Die Formel 1 beobachtet die Entwicklungen im Nahen Osten nach eigenen Angaben sehr genau. Während der Ticketverkauf für beide Veranstaltungen läuft, arbeitet die Serie parallel an möglichen Alternativen.
Domenicali betonte dabei, wie komplex die Organisation eines Ersatzrennens sei. Gleichzeitig machte er klar, dass die Formel 1 vorbereitet sei, falls kurzfristig reagiert werden müsse.
Noch hofft die Königsklasse auf einen regulären Saisonabschluss. Doch die Tatsache, dass bereits konkrete Szenarien vorbereitet werden, zeigt, wie ernst die Verantwortlichen die Lage inzwischen einschätzen.
Die drei großen Themenkomplexe in unserer 769. Video-Ausgabe der CHAMP1 NEWS an diesem Montag (01.06.2026).




































