Die Diskussionen um das neue Reglement in der Formel 1 sind groß. Zahlreiche Fahrer beschwerten sich über die neuen Autos, ab dem nächsten Jahr gibt es schon die ersten Änderungen.
Doch, schon jetzt wird über die nächste Formel-1-Ära diskutiert, die wohl 2030 oder 2031 an den Start gehen soll.
Sind die Formel-1-Autos zu schwer? © IMAGO / Marco CanonieroBen Sulayem kritisiert Auto-Gewicht
FIA-Boss Mohammed Ben Sulayem spricht schon seit Wochen und Monaten über seine Wünsche für die kommende Reglements-Periode. Vor allem die Rückkehr zum V8-Motor ist ein mehr als realistisches Szenario.
In einem Interview mit Canal+ machte er nun klar, dass für ihn auch eine Gewichtsreduktion ganz oben auf der Agenda steht.
„Was ist derzeit das Schlimmste an den Autos? Komplexität, höhere Kosten, Ausgaben und auch ein großes Auto. Was bedeutet ein großes und schweres Auto? Es bedeutet, dass es nicht sicher ist. Wir haben aus Sicherheitsgründen 50 Kilogramm hinzugefügt. Aber jetzt würde ich gerne ein Auto sehen, ein komplettes Auto, das weniger als 650 Kilogramm wiegt.“
Sein Ziel wäre es, dass die Autos 630 Kilo wiegen sollen. Das würde viele Fahrer freuen, denn immer wieder beschwerten sich zahlreiche Stars wie Lewis Hamilton und Max Verstappen über das Gewicht der Boliden, die zurzeit ein Mindestgewicht von 768 Kilogramm haben müssen.
Leichtere und schlankere Autos könnten die Rennen deutlich spannender machen und sogar das Überholen auf engen Kursen wie Monaco möglich machen. Ob der Wunsch umsetzbar ist, steht allerdings auf einem anderen Blatt Papier.
Ben Sulayem hat für die neue Formel-1-Ära viel vor. © IMAGO / PsnewZKehrt der Sound in die Formel 1 zurück?
Auch das Thema Sound ist ein heiß diskutiertes. Vor allem Fans regen sich seit Jahren über die Geräuschkulisse auf und fordern lautere und authentischere Autosounds.
Auch dieses Thema will der FIA-Boss angehen und er weiß auch schon, wie.
„Der V8 muss kommen. Man hat die Leistung des Verbrennungsmotors von vielleicht 760 PS, ergänzt durch 10 Prozent Elektrifizierung. Das würde für den Sound sorgen. Es wäre viel billiger. Und die Forschung und Entwicklung wären viel billiger. Als reiner Motor wäre er viel leichter, macht mehr Spaß, und der Sound wäre ein Genuss für die Zuschauer.“
Ben Sulayem machte im Interview klar, dass die Teams und die finanzielle Stabilität für eine solche Änderung da wären. Außerdem hätte man mittlerweile die Möglichkeit, mit nachhaltigem Kraftstoff zu fahren.
Der Araber glaube nicht, dass die FIA und die Formel 1 dabei etwas falsch machen könnten. Ob eine solche Änderung am Ende wirklich kommt, ist nicht abzusehen. Die Aussagen könnten auch politischer Natur sein.
Denn der FIA-Boss will wohl die Begrenzung der Amtszeit beim Weltverband kippen. Für dieses Vorhaben bräuchte er Unterstützer, die er mit solchen Plänen wohl eher hinter sich bekommt.




































