In Barcelona gab es zwar nicht die Strafenflut, die in Monaco an der Tagesordnung war, trotzdem wurde auch dort noch nach dem Rennen diskutiert.
Nun, ist eine Entscheidung gefallen – und diese hat sogar Einfluss auf die Punkte.
Franco Colapinto muss eine Strafe hinnehmen. © IMAGO / Action PlusColapinto in Barcelona nachträglich bestraft
Und erwischt hat es Franco Colapinto. Der Argentinier, der eigentlich wieder ein starkes Rennen in Barcelona fuhr, machte einen entscheidenden Fehler: Er war zu schnell während einer Gelbphase unterwegs.
In einem offiziellen Dokument der FIA steht, warum eine Bestrafung unabdingbar war.
„Die Rennkommissare stellen fest, dass der Fahrer von Wagen 43 zwar vor dem Einfahren in den Bereich mit der einzelnen gelben Flagge die Geschwindigkeit leicht verringert hat, im betreffenden Abschnitt mit gelber Flagge jedoch keine erkennbare Geschwindigkeitsreduzierung vorgenommen hat. Die Rennkommissare erkennen an, dass der Fahrer auf die gelbe Flagge reagiert hat, halten diese Reaktion jedoch nicht für ausreichend, um den Vorschriften zu entsprechen. Daher wird eine Strafe am unteren Ende der geltenden Strafskala verhängt.“
Durch sein Vergehen handelte sich Colapinto eine 10-Sekunden-Strafe ein. Im Kampf um die letzten Punkte kann so eine Strafe besonders wehtun. Und das tut sie auch.
Liam Lawson darf sich über Platz acht freuen. © IMAGO / ABACAPRESSRacing Bulls profitieren – Antonelli-Strafe ändert nichts
Und davon profitieren die beiden Racing Bulls. Liam Lawson und Arvid Lindblad rücken einen Platz auf und werden nun als Achter und Neunter gewertet. Franco Colapinto erhält zumindest noch einen Punkt, weil Gabriel Bortoleto zu weit von den Punkten entfernt war.
Auch Kimi Antonelli wurde nachträglich aufgrund seiner Track-Limits-Vergehen bestraft. Die Fünf-Sekunden-Strafe ändert aufgrund seines Ausfalls allerdings nichts am Rennergebnis.
Williams wurde im Nachgang des Rennens außerdem noch bestraft, da das Team vor der Aufwärmrunde bei beiden Fahrern Fehler gemacht hatte.
Bei Sainz hatte man noch Equipment während der 15-Sekunden-Regel in der Nähe des Autos, bei Albon waren noch Teile der Wärmedecken auf Albons Auto während der Einführungsrunde. Das Team muss für diese Vergehen 5000 € Strafe zahlen.
Ansonsten konnten wir in Barcelona ein relativ straffreies Rennen bestaunen. Es war eher taktisch geprägt – mit dem besseren Ende für den Rekordweltmeister.




































