Leclerc bleibt Ferrari treu – Verstappen hält sich alle Optionen offen
Ferrari hat unmittelbar vor seinem Heimrennen in Monaco die wichtigste Personalie der kommenden Jahre geklärt. Charles Leclerc verlängert seinen Vertrag bei der Scuderia um mehrere weitere Saisons und macht damit deutlich, dass seine Zukunft weiterhin in Rot liegt.
Der Monegasse sprach offen davon, dass Ferrari für ihn immer die erste Wahl gewesen sei – trotz konkreter Anfragen anderer Teams. Für Ferrari ist die Verlängerung ein strategisches Signal: Leclerc bleibt das sportliche Gesicht des Projekts und soll die Mannschaft langfristig anführen.
Ganz anders präsentiert sich die Lage bei Max Verstappen. Der Niederländer steht zwar weiterhin bis Ende 2028 bei Red Bull unter Vertrag, schloss in Monaco jedoch eine sofortige Verlängerung ausdrücklich aus. Stattdessen machte er deutlich, dass zunächst die grundsätzliche Frage beantwortet werden müsse, wie lange er überhaupt noch in der Formel 1 bleiben möchte.
Während Ferrari also Stabilität demonstriert, bleibt Verstappen bewusst unverbindlich – und sorgt damit dafür, dass die Spekulationen über seine Zukunft auch weiterhin ein Dauerthema im Fahrerlager bleiben.
©XPB ImagesMarko sieht Mercedes klar vorne – Hoffnung nur auf internen Titelkampf
Helmut Marko zeichnet vor dem Monaco-Wochenende ein bemerkenswert deutliches Bild der aktuellen Kräfteverhältnisse.
Für den langjährigen Red-Bull-Berater verfügt Mercedes momentan über das stärkste Gesamtpaket der Formel 1. Besonders beeindruckt zeigt er sich vom Zusammenspiel aus Motor, Batterie-Management, Chassis und der Fahrerbesetzung mit George Russell und Kimi Antonelli.
Gerade darin erkennt Marko aber auch die einzige mögliche Schwachstelle der Silberpfeile. Sollte sich der Titelkampf zwischen Russell und Antonelli intern zuspitzen, könnten sich beide gegenseitig wichtige Punkte wegnehmen. Nur dann, so seine Einschätzung, hätten Ferrari, McLaren oder Red Bull überhaupt noch realistische Chancen, Mercedes ernsthaft unter Druck zu setzen.
Für Monaco selbst setzt Marko allerdings nicht auf die Silberpfeile, sondern auf Charles Leclerc. Auf seiner Heimstrecke sei der Ferrari-Pilot aus seiner Sicht der Mann, den es im Qualifying zu schlagen gelte.
©Getty Images / Red BullFormel 1 bleibt langfristig in Las Vegas
Die Formel 1 hat ihre Zukunft auf dem amerikanischen Markt weiter abgesichert. Der Grand Prix von Las Vegas wird nach einer neuen Vereinbarung mindestens bis einschließlich 2037 im Kalender bleiben.
Seit dem Comeback 2023 hat sich das Rennen zu einem der prestigeträchtigsten Events der gesamten Saison entwickelt. Entsprechend groß ist die Bedeutung der langfristigen Verlängerung für beide Seiten.
Trotzdem bleibt eine wichtige Frage offen: Wie das Saisonfinale 2026 tatsächlich aussehen wird. Aufgrund der weiterhin unsicheren Lage im Nahen Osten stehen Katar und Abu Dhabi weiterhin unter Beobachtung. Las Vegas bleibt zwar fest im Kalender verankert, soll nach aktuellem Stand aber nicht zum Saisonabschluss werden.
©IMAGO / kolbert-pressMonaco wird zum ersten RTL-Sky-Gemeinschaftsprojekt
Auch in Deutschland steht ein kleines Formel-1-Novum bevor. Nach dem Zusammenschluss von RTL Deutschland und Sky Deutschland wird das Monaco-Wochenende erstmals sichtbar gemeinsam umgesetzt.
Qualifying und Rennen laufen live bei RTL und NITRO, während die Trainings weiterhin exklusiv bleiben. Besonders auffällig ist die neue Produktionsstruktur: Vor- und Nachberichte werden erstmals gemeinsam produziert, die eigentliche Rennkommentierung bleibt dagegen getrennt.
Kai Ebel wird für RTL vor Ort sein, während Heiko Wasser und Christian Danner aus Köln kommentieren. Auf Sky-Seite stehen unter anderem Peter Hardenacke, Ralf Schumacher und Timo Glock im Mittelpunkt.
Damit liefert Monaco erstmals einen konkreten Vorgeschmack darauf, wie die Formel-1-Berichterstattung in der neuen RTL-Sky-Welt künftig aussehen könnte – auch wenn viele Fragen zur langfristigen Strategie weiterhin offen bleiben.




































