Laurent Mekies ist seit einem Jahr als Teamchef bei Red Bull im Amt. Der Franzose übernahm den Posten von Christian Horner, der das Team aufgrund der sportlichen Krise verlassen musste.
Auch in dieser Saison tun sich die Bullen sehr schwer und stehen nur auf Rang vier der Konstrukteurswertung. Doch der Franzose gibt trotz der vielen Probleme nicht auf.
Max Verstappen konnte in Spielberg ein Posium bejubeln. © Bearne / XPB ImagesRed Bull darf sich nur kurz freuen
Und Mekies gilt vor allem als unermüdlicher Arbeiter. Das will er auch dem Team vermitteln. In einem Interview mit The Race verriet der Red-Bull-Teamchef nun, wie man beim Rennstall mit Erfolgen umgeht.
„Wir haben unter uns einen kleinen Witz, dass ein Sieg 30 Minuten Freude bedeutet. Wenn das Auto die Ziellinie überquert, genießt man das 30 Minuten lang. Das ist die Zeit, in der der Fahrer seine Runde fährt, die Interviews gibt und auf das Podium steigt. Bis man mit dem Podium fertig ist, hat man selbst schon ein paar Interviews gegeben.“
Danach würden ihnen noch fünf bis zehn Minuten in der Box bleiben, „um den Jungs zu gratulieren“. Denn auch nach einem Sieg gäbe es Dinge, „die man noch nicht getan hat oder die man nicht perfekt gemacht hat“. Die Konkurrenz würde nach Erfolgen „ohnehin reagieren“.
Erfolge konnte der Rennstall in dieser Saison allerdings nicht wirklich feiern. Zwar durfte Max Verstappen bereits Podiumsluft schnuppern, ganz oben durfte er in diesem Jahr aber noch nicht stehen.
Laurent Mekies freut sich auf den neuen Windkanal. © Price / XPB ImagesEigener Motor und neuer Windkanal stimmen Mekies optimistisch
Doch in Zukunft will Mekies mit dem Rennstall wieder an die Spitze. Vor allem der eigene Motor und der Bau eines neuen Windkanals in Milton Keynes sollen Red Bull mittel- bis langfristig enorm helfen.
„Ganz klar ist, dass sich das Antriebsprogramm nach Abschluss des ersten Jahres zu einem weiteren Vorteil für uns entwickeln wird. Ganz klar ist auch, dass der neue Windkanal zu einem weiteren Vorteil für uns werden wird. Das sind die Säulen der zukünftigen Stärke des Teams. Wir betrachten sie keineswegs als Entschuldigung für die gegenwärtige Situation.“
In dieser Saison gehe es darum, die Pace zu finden, mit der man Rennen gewinnen könne. Der Franzose lobte, dass man den Rückstand von ca. einer Sekunde auf Mercedes größtenteils aufholen konnte.
Mekies machte klar, dass man nicht nach Ausreden suche. Die darf es beim Rennstall auch nicht geben, denn die Erwartungen sind wie jedes Jahr groß. Auch der neue Teamchef wird sich bereits in dieser Saison an den Leistungen messen lassen müssen.































