Honda und Aston Martin – diese Beziehung hatte einen schwierigen Start. Weder der Motor, noch das Chassis waren zu Saisonbeginn auf Formel-1-Niveau und auch im Hintergrund gab es immer wieder das ein oder andere Störgeräusch.
Mit dem Chassis-Upgrade von Adrian Newey und Co. konnte das Team zumindest Williams und Cadillac von der Pace her überholen. Nun ist Honda am Zug. Der neue Motor soll am kommenden Wochenende an den Start gehen.
Shintaro Orihara hat mit Honda und Aston Martin ambitionierte Ziele. © IMAGO / DeFodi ImagesHonda schaut bereits in die Zukunft
Um den Rückstand auf die anderen Motorenhersteller aufzuholen, braucht es trotzdem wohl noch das ein oder andere größere Update. Auch Chefingenieur Shintaro Orihara machte in einem Interview mit motorsport.com klar, dass man bei Honda bereits auf das kommende Jahr schaut.
„Für 2027 haben wir leicht unterschiedliche Vorschriften für den Kraftstoffdurchfluss, aber unser Entwicklungsprogramm bleibt dasselbe. Wir müssen unsere Verbrennungsleistung noch weiter verbessern. Wir werden uns weiterhin darauf konzentrieren, die Leistung unseres Verbrennungsmotors zu verbessern, und wir wollen 2027 einige größere Schritte dafür machen. Das ist unser Hauptfokus.“
Der Japaner machte außerdem klar, dass man den neuen Motor besser auf das funktionierende Chassis von Aston Martin anpassen könne. Auch die Zusammenarbeit zwischen beiden Parteien soll im Hintergrund nun noch intensiver verlaufen.
Vielleicht kann man bereits mit dem neuen Motor sehen, ob es für Honda in die richtige Richtung geht. Auch bei Red Bull hatte der Hersteller anfangs Probleme – dann dominierten Verstappen und Co. alles.
Können Adrian Newey und Co. Aston Martin an die Spitze führen? © Charniaux / XPB ImagesAston Martin 2027 oder 2028 an der Spitze?
Aston Martin ist zusammen mit Honda mit dem Ziel gestartet, ein absolutes Top-Team zu werden. Dieser Plan ist bislang krachend gescheitert. Doch Orihara machte klar, dass man weiterhin ambitioniert ist.
Zwar sei ein exakter Zeitplan auf dem Weg nach oben schwierig vorherzusagen, da „unsere Leistung immer relativ zu einem anderen Konkurrenten ist“. Sollte der Mercedes-Motor in den kommenden Monaten zum Beispiel noch stärker werden, dann wird es noch schwieriger, den Rückstand aufzuholen.
Doch Orihara machte deutlich, dass man nach der Sommerpause hart arbeiten wolle, um schnell große Schritte zu machen. Honda will wieder zur Benchmark werden.
„Also, ich denke, dass wir Anfang 2027 vielleicht noch nicht die besten Motoren haben werden, aber wir werden näher an den Top-Konkurrenten sein. Und dann kämpfen wir weiterhin hart, um hoffentlich 2027 oder 2028 Top-Konkurrent zu werden.“
Die Zuverlässigkeit wird ein Thema sein, das Aston Martin in der kommenden Zeit verfolgen könnte. Vor allem der erhöhte Kraftstoffzufluss, der durch die Regeländerung erfolgen muss, könnte zum Problem werden. Orihara hält die Stufenregelung bei der Veränderung des Verbrenner-Elektro-Anteils für absolut angemessen und bleibt optimistisch. Honda hat große Ziele, doch am Ende zählt wie immer das Ergebnis auf der Strecke.

































