Gegen Ende des Rennens in Monza lieferten sich McLaren-Piloten Norris und Piastri einen harten internen Kampf. Nach dem Rennen reflektierten beide das Papaya-Duell um Platz 4.
Norris konnte das teaminterne Duell in der letzten Runde für sich entscheiden | © McLaren F1 TeamLaut Norris ein guter Kampf
Bei einem Überholversuch, rutschte Norris ins Gras. Zunächst beschwerte er sich über Funk, Piastri habe ihn rausgedrückt und es sei sehr gefährlich gewesen. Nach dem Rennen ruderte der Brite zurück.
„Nein, es war okay“, sagte Norris nach dem Rennen zu F1TV. „Ich muss mir das noch einmal ansehen, aber ich glaube, es ist einfach eine Frage der Wahrnehmung, wenn man im Auto sitzt: Wenn jemand eine kleine Lücke aufreißt und dann geradeaus fährt – diesen Eindruck hat man eben, wenn man mit 320 km/h unterwegs ist. Das ist alles.“
Aber ich finde was er gemacht hat war fair. Wenn man in so einer Situation steckt und sich halb auf dem Gras befindet, merkt man einfach, wie schnell die Dinge – gerade im Eifer des Gefechts – ziemlich übel ausgehen können. Aber unter diesem Aspekt war alles in Ordnung. Es war ein guter Zweikampf. Also ja, ein gutes Ergebnis nach einem harten Rennen.
Zusammengefasst beschreibt er das Duell mit Piastri so: „Es hat Spaß gemacht und es war gut gekämpft.“
Piastri zog im internen Kampf am Ende den Kürzeren | © McLaren F1Für Piastri ein aufregendes Battle
Obwohl Oscar Piastri ein besseres Qualifying hatte und zunächst auch im Rennen besser zurecht kam, musste er sich seinem Teamkollegen über die Renndistanz am Ende geschlagen geben. Nach einer Startplatzstrafe für das Behindern von Liam Lawson startete der Australier am Ende von dem sechsten Platz.
Während er mit Max Verstappen um den dritten Platz nicht mehr mithalten konnte, wurde Teamkollege Norris in den Rückspiegeln immer größer. Zunächst klappte der Überholversuch des amtierenden Weltmeisters nicht, doch in der letzten Runde zog Norris dann an Piastri vorbei.
„Es war definitiv ein harter Kampf. Ich glaube, wir waren ziemlich gleichauf – besonders in den letzten Runden –, daher war es gar nicht so einfach zu entscheiden, wann man die Batterie einsetzen sollte und wann nicht“, erzählte Piastri nach dem Rennen.
Insgesamt sah er es ähnlich wie Norris, auch er hatte Spaß an dem harten Kampf.
Ich denke, wir haben einen guten Zweikampf gesehen. Meiner Meinung nach war es gutes Racing – auf jeden Fall spannend –, und letztendlich war es wohl das bestmögliche Ergebnis für uns als Team. Daher bin ich ziemlich zufrieden damit.
Teamchef Andrea Stella fand auch noch einige Worte zum internen Papaya-Duell. Er bleib jedoch ähnlich gelassen wie die beiden Fahrer. „Was wir heute gesehen haben, war guter, harter Rennsport, der den Fans ein spannendes Spektakel bot“, sagte Stella im McLaren-internen Rennbericht, „Wir haben sie fahren lassen, und auch wenn Landos Ausflug ins Gras live dramatisch aussah, deutet unsere Analyse darauf hin, dass er harmlos war.“ Abschließend dazu sagte er: „Diese Philosophie kann riskant sein. Wir werden sie sorgfältig bewerten und dabei stets die Interessen des Teams in den Vordergrund stellen.“































