Nach der Premiere des Madrings fordert, wie viele Fahrer auch, Nico Rosberg Veränderungen des Layouts. Dabei kritisiert er außerdem den Botschafter der Rennstrecke: Carlos Sainz.
Rosberg kritisiert das Layout der Strecke
Für den Sky-Experten und F1-Weltmeister Nico Rosberg war das Rennen in Madrid alles andere als spannend. Die wenigen bis gar keinen Möglichkeiten zum Überholen nannte der Weltmeister von 2016 „schockierend“. Als Beispiel nannte er die Situation zwischen Oscar Piastri und Franco Colapinto. Piastri kam trotz frischen Reifen und obwohl er sichtlich schneller war nicht an Colapinto vorbei. „Es ist einfach extrem schwierig zu überholen“, sagte der ehemalige Formel 1-Pilot.
In die Kritik stellte er dafür auch den Botschafter des Madrings: Carlos Sainz. Der Spanier setzte sich bereits in der Entwicklungsphase für die Strecke in Madrid ein und war bei der offiziellen Eröffnungsfeier dabei. Der Williams-Pilot war der Erste, der auf der zu dem Zeitpunkt noch unfertigen Strecke, testweise Runden drehte. „Carlos Sainz war der Botschafter, also müssen wir auch Carlos Sainz kritisieren“, meinte Rosberg nach dem Rennen bei Sky UK. Sky-Expertin Bernie Collins sah das ähnlich wie Rosberg. Sie meinte, dass bei der Planung der Strecke schon hätte klar sein müssen, dass es keine Stelle zum Überholen gibt. So etwas muss vor dem ersten Rennen auffallen und nicht erst danach.
Sainz bei der Präsentation der Rennstrecke im April 2025 | © IMAGO / Europa PressSainz sieht Verbesserungspotential
Tatsächlich stimmt Sainz der Kritik von Rosberg zu. Auch er findet, dass die Strecke verbessert werden muss. Dabei hat er sogar gleich mehrere Ideen und Vorschläge, die man für 2027 angehen könnte.
Im Moment ist es eine großartige Qualifying-Strecke. Sie muss aber auch eine gute Rennstrecke sein.
Als konkretes Beispiel schlug er Baku vor. „Gute Stadtkurse wie Baku oder Macau haben normalerweise eine einzige Überholstelle mit einer sehr langen Geraden“, erklärte der Spanier. Sollte es in Madrid möglich sein, eine solche Überholmöglichkeit einzubauen, würde das die Strecke gleich viel spannender machen, prognostizierte er. Insgesamt sei er aber vollkommen zufrieden mit der kompletten Veranstaltung, meinte er.
Für ein erstes Mal war die Veranstaltung meiner Meinung nach ein Erfolg. Es ist eine großartige Rennstrecke, eine großartige Stadt und die Organisation war ebenfalls hervorragend. Wahrscheinlich ist das Einzige, was der Strecke jetzt noch fehlt, eine Überholstelle.
Alonso befürchtet Probleme bei Veränderungen der Strecke | © Batchelor / XPB ImagesAlonso sieht bereits bauliche Probleme
Landsmann Fernando Alonso sieht das Ähnlich wie Sainz. Auch er ist für Veränderungen des Streckenlayouts. „Vielleicht im Bereich der Kurven 15, 16 und 17. Es wäre schön, dort etwas zu haben“, meinte der Aston-Martin-Pilot nach dem Rennen.
Allerdings warnte er bereits, dass man vermutlich auf bauliche Grenzen stoßen wird. Eine Änderung bei einem Stadtkurs gestaltet sich deutlich schwieriger als bei einer traditionellen Rennstrecke. „Ich denke aber auch, dass es eine Einschränkung gibt, weil wir dort unter einer Autobahn oder so etwas hindurchfahren. Dort ist eine Brücke, deshalb wird es schwierig“, erklärte der zweifache Weltmeister.
Die Veranstalter signalisierten bereits, dass man zukünftig an dem Streckenlayout arbeiten werde. Wie diese Veränderung aussehen wird, wird man dann vermutlich im nächsten Jahr beim Grand Prix in Madrid herausfinden.































