Der Freitag in Mexiko steht ganz im Zeichen von Testprogrammen und Gripmangel auf der Strecke. Während Ferrari im Freien Training den stärksten Eindruck hinterlässt, kämpfen mehrere Teams mit technischen Defekten.
Gleichzeitig sorgen zehn eingesetzte Nachwuchsfahrer sowie Zwischenfälle auf der staubigen Fahrbahn für Arbeit für Ingenieure und Rennkommissare.
Frederik Vesti zeigte sich von seiner starken Seite in Mexiko-Stadt. © Moy / XPB ImagesErstes Freies Training in Mexiko
Das 1. Freie Training zum Grand Prix von Mexiko hat ein deutliches Bild an der Spitze geliefert, stand aber vor allem im Zeichen der Nachwuchsfahrer und technischer Zwischenfälle.
Bis auf Ferrari nutzten alle Teams die Session für ihre verpflichtenden Rookie-Einsätze. Dadurch saßen zehn Stammfahrer nicht im Auto. Unter anderem übergab Max Verstappen seinen Red Bull an Ayumu Iwasa, während Liam Lawson seinen Racing Bull an Nikola Tsolov abtrat.
Ferrari setzte im ersten Freien Training das erste Ausrufezeichen des Wochenendes. Charles Leclerc fuhr in 1:18.128 Minuten die Bestzeit der Session und sicherte sich einen Vorsprung von knapp sieben Zehnteln auf die Konkurrenz. Der Ferrari funktionierte in der dünnen Höhenluft von Mexiko-Stadt direkt gut.
Hinter Leclerc ordnete sich WM-Spitzenreiter Kimi Antonelli auf dem zweiten Rang ein. Für die positive Überraschung der Session sorgte jedoch Mercedes-Reservist Frederik Vesti. Der Däne fuhr auf den dritten Platz und sicherte sich damit das beste Ergebnis aller eingesetzten Nachwuchsfahrer.
Für eine ungewöhnliche Szene sorgte die Boxencrew von Audi bei der Ausfahrt von Freddie Slater. Das Team vergaß ein Kühlgerät am Seitenkasten des Autos, woraufhin Slater die Box direkt wieder ansteuern musste. Zudem kämpften viele Piloten auf der staubigen und rutschigen Fahrbahn mit Verbremsern und Ausritten ins Gras.
Etwa zehn Minuten vor dem Ende der Session kam es zu einer Unterbrechung durch ein Virtuelles Safety Car. Jak Crawford musste seinen Aston Martin wegen eines Problems mit dem ERS-System auf der Strecke parken und das Training vorzeitig beenden.
FP1 Ergebnisse
| Position | Fahrer | Team | Zeit |
|---|---|---|---|
| 1 | Charles Leclerc | Ferrari | 1:18.128 |
| 2 | Kimi Antonelli | Mercedes | +0.659 |
| 3 | Frederik Vesti | Mercedes | +0.733 |
| 4 | Lewis Hamilton | Ferrari | +0.738 |
| 5 | Ayumu Iwasa | Red Bull | +0.985 |
| 6 | Pierre Gasly | Alpine | +1.082 |
| 7 | Fernando Alonso | Aston Martin | +1.229 |
| 8 | Oscar Piastri | McLaren | +1.248 |
| 9 | Oliver Bearman | Haas | +1.284 |
| 10 | Arvid Lindblad | Racing Bulls | +1.350 |
| 11 | Isack Hadjar | Red Bull | +1.417 |
| 12 | Nikola Tsolov | Racing Bulls | +1.476 |
| 13 | Nico Hülkenberg | Audi | +1.480 |
| 14 | Gabriele Minì | Alpine | +1.818 |
| 15 | Ryō Hirakawa | Haas | +1.854 |
| 16 | Carlos Sainz | Williams | +1.878 |
| 17 | Leonardo Fornaroli | McLaren | +2.107 |
| 18 | Sergio Perez | Cadillac | +2.267 |
| 19 | Jak Crawford | Aston Martin | +2.675 |
| 20 | Luke Browning | Williams | +2.741 |
| 21 | Freddie Slater | Audi | +2.817 |
| 22 | Colton Herta | Cadillac | +3.237 |
Zweites Freies Training in Mexiko
Das 2. Freie Training in Mexiko setzte nahtlos an die turbulente erste Session an und sorgte für Unruhe im Feld. Bereits mit der grünen Flagge hatten mehrere Teams technische Probleme. Während Gabriel Bortoleto bei Audi wegen anhaltender Defekte gar nicht erst aus der Garage fahren konnte, meldeten beide Haas-Piloten Fehlfunktionen an ihren Fahrzeugen.
Max Verstappen und Liam Lawson sorgten für eine prompte Unterbrechung des Trainings. Ihr Kontakt führte zu abgerissenen Karosserieteilen. Die anschließende Rote Flagge war unvermeidlich, da Verstappen mit einem beschädigten Unterboden hinter dem linken Vorderrad an die Box zurückkehrte und Trümmerteile von der Fahrbahn entfernt werden mussten.
Lawson und Verstappen gerieten im zweiten Training aneinander. © Patching / XPB ImagesFür die größte Hiobsbotschaft sorgte Lewis Hamilton. Der Brite musste seinen Wagen wegen eines Leistungsverlusts vorzeitig auf der Strecke abstellen, was eine kurze VSC-Phase auslöste. Während Hamiltons Session vorzeitig beendet war, sicherte sich sein Teamkollege Leclerc mit einer Zeit von 1:17.827 erneut die Bestzeit der Session, gefolgt von Lando Norris und George Russell. Trotz des beschädigten Unterbodens fuhr Max Verstappen eine bemerkenswerte Runde und verbuchte für seinen Red Bull den fünften Rang.
Unterdessen sammelte Gabriel Bortoleto nach langen Reparaturarbeiten am Unterboden erst in den letzten 15 Minuten seine ersten Runden des Tages. Audi nutzte die verbleibende Zeit unter anderem, um mit Bortoleto und Nico Hülkenberg das Windschattengeben auf der Start-Ziel-Geraden zu testen.
Titelanwärter Antonelli beendete das Training auf dem vierten Rang, nachdem sein erster Versuch auf den weichen Reifen durch die VSC-Phase nach Hamiltons Defekt unterbrochen worden war.
Noch während des Trainings bestätigte die FIA, dass der Vorfall zwischen Verstappen und Lawson von den Rennkommissaren untersucht würde. Beide Piloten mussten nach dem Training bei den Stewards vorstellig werden.
FP2 Ergebnisse
| Position | Fahrer | Team | Zeit |
|---|---|---|---|
| 1 | Charles Leclerc | Ferrari | 1:17.827 |
| 2 | Lando Norris | McLaren | +0.103 |
| 3 | George Russell | Mercedes | +0.106 |
| 4 | Kimi Antonelli | Mercedes | +0.217 |
| 5 | Max Verstappen | Red Bull | +0.311 |
| 6 | Isack Hadjar | Red Bull | +0.410 |
| 7 | Arvid Lindblad | Racing Bulls | +0.562 |
| 8 | Pierre Gasly | Alpine | +0.580 |
| 9 | Liam Lawson | Racing Bulls | +0.628 |
| 10 | Oscar Piastri | McLaren | +0.642 |
| 11 | Lewis Hamilton | Ferrari | +0.685 |
| 12 | Fernando Alonso | Aston Martin | +0.769 |
| 13 | Esteban Ocon | Alpine | +0.947 |
| 14 | Oliver Bearman | Haas | +1.022 |
| 15 | Nico Hülkenberg | Audi | +1.196 |
| 16 | Franco Colapinto | Alpine | +1.305 |
| 17 | Carlos Sainz | Williams | +1.421 |
| 18 | Sergio Perez | Cadillac | +1.579 |
| 19 | Alex Albon | Williams | +1.751 |
| 20 | Lance Stroll | Aston Martin | +1.804 |
| 21 | Valtteri Bottas | Cadillac | +2.338 |
| 22 | Gabriel Bortoleto | Audi | +2.347 |
Ausblick auf den Qualifying-Samstag
Für das morgige Qualifying auf dem Autódromo Hermanos Rodríguez zeichnet sich ein enger Schlagabtausch ab. Charles Leclerc geht nach seinen Bestzeiten im Freien Training zwar als Favorit in die Zeitenjagd, doch die Konkurrenz von McLaren, Mercedes und Red Bull liegt innerhalb weniger Zehntelsekunden.































