Beim Media Day vor dem Großen Preis von Mexiko überraschte George Russell kurz vor der möglichen WM-Kür seines Teamkollegen mit einer Kampfansage.
Sergio Perez freut sich standesgemäß auf sein Heimspiel – nicht nur wegen seiner Vertragsverlängerung bei Cadillac.
George Russell gibt sich kämpferisch. © Patching / XPB ImagesRussell glaubt langfristige Formel-1-Zukunft
Für George Russell bricht gerade eine kritische Phase in seiner Karriere an. Vor der Saison galt er für viele als der große Favorit auf den WM‑Titel. Doch Kimi Antonelli fährt den Briten in Grund und Boden und auch die Vizeweltmeisterschaft droht ihm aus den Händen zu gleiten.
Auf der Pressekonferenz machte er allerdings klar, dass er sich selbst nicht am Scheideweg seiner Karriere sieht. Vor allem mit Blick auf Lewis Hamilton und Fernando Alonso, die noch im hohen Alter Leistungen zeigen würden, glaubt er, dass wieder bessere Zeiten kommen werden.
Ich habe mehr Jahre meines Lebens mit Wettkämpfen verbracht als ohne und hatte mehr erfolgreiche Jahre als relative Misserfolge. Ich glaube nicht, dass es einen Sportler gibt – egal wie großartig er auch sein mag –, der in jedem Jahr seiner Karriere auf höchstem Niveau antreten konnte. Das ist nicht das Ende meiner Laufbahn; ich habe noch gut 12 bis 15 Jahre vor mir.
In Mexiko kann er die Antonelli-Feier zumindest verschieben. Dafür müsste der Brite allerdings gewinnen und hoffen, dass Antonelli höchstens Zehnter wird – ein unrealistisches Szenario. Russell wird im nächsten Jahr einen neuen Anlauf für seinen großen Traum starten müssen.
Alex Albon kann mit den Alonso-Aussagen nichts anfangen. © Patching / XPB ImagesAlbon widerspricht Alonso
Alex Albon wurde wenig überraschend auf die Aussagen von Fernando Alonso angesprochen. Der Spanier hatte den Thailänder nach dem Crash in Austin hart angegriffen und gewettert, dass das Niveau der Fahrer am Ende des Feldes sehr niedrig sei. Albon konterte die Worte des Aston-Martin-Stars auf seine ganz eigene Weise.
Ich stimme nicht zu, so einfach ist das. Das Niveau ist über die gesamte Startaufstellung hinweg hoch. Hoffentlich kreuzen sich unsere Wege im Rennen an diesem Wochenende nicht.
Er respektiere den Spanier allerdings und wisse, wie er Aussagen nach dem Rennen interpretieren müsse. Doch so ganz grün scheinen sich beide Fahrer nach den Aussagen nicht zu sein.
Sergio Perez steht vor seinem 300. Grand Prix. © Patching / XPB ImagesPerez freut sich auf Heimspiel
Sportlich sieht es bei Sergio Perez noch schlechter aus. Der Mexikaner hat noch keinen einzigen Punkt gesammelt und wird auch in Mexiko mit Cadillac wohl kaum um die Punkteränge mitkämpfen können.
Trotzdem ist es eine erfreuliche Woche für den Cadillac-Star. Er verlängerte seinen Vertrag bis Ende 2029 und darf sein 300. Rennen vor heimischem Publikum feiern.
Das macht mich sehr stolz. Es ist wirklich einzigartig und besonders, dieses Jubiläum hier in Mexiko feiern zu dürfen.
Auch Pierre Gasly freut sich auf das kommende Wochenende, da er die „herausfordernde Strecke“ mögen würde. Währenddessen machte Charles Leclerc klar, dass er eher Mercedes und Red Bull in der Favoritenrolle sehen würde, da das Auto „sehr empfindlich“ sei.
Bearman hofft auf ein besseres Wochenende, da die Strecke besser zum Auto passen würde, als zum Beispiel Austin. Wie so oft werden wir allerdings erst ab den Trainings sehen, in welcher Form sich Fahrer und Autos wirklich befinden.































