In einem ereignisarmen Sprint und Zandvoort setzt sich George Russell durch und bleibt damit der beste Sprint-Pilot dieser Saison. Hinter dem Briten reihen sich Charles Leclerc und Lando Norris auf den Plätzen zwei und drei ein.
George Russell zeigte in Zandvoort seine Klasse. © Moy / XPB ImagesRussell ohne Probleme – Leclerc überholt Norris
Viel Spannung hatte man vor dem Sprint in Zandvoort erwartet. Am Ende überwiegt allerdings die Ernüchterung. Während sich vorne nichts veränderte konnte sich Kimi Antonelli zumindest Oscar Piastri durchsetzen und auf den vierten Platz vordringen.
Danach entwickelte sich ein Rennen der Marke „Hinterherfahren“. Kein Pilot konnte wirklich angreifen und die Strecke in den Niederlanden zeigte mal wieder, wie schwer das Überholen ist.
Russell fuhr vorneweg und sah seinen Sieg nie gefährdet, während sich zwischen Charles Leclerc, der auf Softs gestartet war und Lando Norris ein kleines Duell entwickelte.
Der Ferrari-Schachzug war am Ende ein guter, Leclerc konnte seinen Konkurrenten überholen und schnappte sich am Ende den zweiten Rang, während sich dahinter nichts mehr veränderte.
Sieger Russell war nach dem Rennen mehr als erleichtert.
„Ein guter Start ins Wochenende. Wäre es noch eine Runde länger gegangen, hätte das Rennen ganz anders geendet. Ich wusste, dass es, wenn es überhaupt Überholmanöver geben würde, erst gegen Ende dazu kommen würden. Deshalb musste ich die Reifen schonen, um sicherzustellen, dass ich am Ende noch genug Kraftreserven hatte. Ich wusste, dass Charles schnell sein würde, aber ich konnte mich von ihm absetzen.“
Antonelli konnte seinen Vorsprung in der WM mit Platz vier ausbauen, während Lewis Hamilton nur auf Rang sieben, hinter Oscar Piastri und Max Verstappen einfuhr.
Den letzten Sprint-Punkt sicherte sich Pierre Gasly. Der Franzose konnte die Attacken von Bortoleto im erneuerten Alpine locker abwehren und zeigte, dass mit ihm an diesem Wochenende zu rechnen ist, wenn es um die Punkte geht.
Nico Hülkenberg hatte mal wieder mit Problemen zu kämpfen. © Coates / XPB ImagesHülkenberg und Perez mit Problemen
Auch im Mittelfeld veränderte sich kaum etwas. Nico Hülkenberg, der große Probleme hatte, musste sein Auto zwischenzeitlich abstellen, fuhr dann aber noch einmal raus, um Daten zu sammeln.
Er landete auf dem letzten Platz hinter Sergio Perez, der aus der Boxengasse starten musste, weil er mit seinem Cadillac vor der Aufwärmrunde stehen blieb.
Liam Lawson und Yuki Tsunoda, die durch den Hadjar-Ausfall an diesem Wochenende für Red Bull und die Racing Bulls unterwegs sind, landeten auf den Plätzen 11 und 13 und können damit wohl nicht ganz zufrieden sein.
Aston Martin bleibt auch nach den Motoren-Updates eine Enttäuschung. Anstatt im Mittelfeld dabei zu sein, fuhren Stroll und Alonso mal wieder nur gegen Cadillac und Williams und landeten hinter Alex Albon auf den Plätzen 17 und 18.
Dieser Sprint wird nicht vielen Fans lange in Erinnerung bleiben. Der Regen setzte erst nach Ende des Rennens ein. Verspricht das am Ende zumindest Spannung fürs Qualifying?
| Fahrer | Team | Zeit |
|---|---|---|
| George Russell | Mercedes | 30:25.318 |
| Charles Leclerc | Ferrari | +1.360s |
| Lando Norris | McLaren | +5.196s |
| Kimi Antonelli | Mercedes | +5.581s |
| Oscar Piastri | McLaren | +10.185s |
| Max Verstappen | Red Bull | +10.529s |
| Lewis Hamilton | Ferrari | +12.188s |
| Pierre Gasly | Alpine | +42.510s |
| Gabriel Bortoleto | Audi | +44.437s |
| Arvid Lindblad | Racing Bulls | +44.971s |
| Liam Lawson | Red Bull | +47.471s |
| Franco Colapinto | Alpine | +54.466s |
| Yuki Tsunoda | Racing Bulls | +56.483s |
| Esteban Ocon | Haas | +66.098s |
| Oliver Bearman | Haas | +66.588s |
| Alex Albon | Williams | +74.632s |
| Lance Stroll | Aston Martin | +74.650s |
| Fernando Alonso | Aston Martin | +75.284s |
| Valtteri Bottas | Cadillac | +1 Lap |
| Carlos Sainz | Williams | +1 Lap |
| Sergio Perez | Cadillac | +3 Laps |
| Nico Hülkenberg | Audi | +17 Laps |


































