Vor dem Großen Preis von Italien wurde Pierre Gasly sein Podium, das er in Monaco erreicht hatte, wieder weggenommen. Seine Strafe für „Speeding in the Pitlane“ wurde reaktiviert.
Nach dem GP in Monza könnte es nun zur nächsten Strafen-Farce kommen. Auch, wenn es am Ende nur um einen Punkt geht.
Verliert Yuki Tsunoda seinen WM-Punkt? © Price / XPB ImagesAudi fordert Tsunoda-Strafe
Laut übereinstimmenden Medienberichten möchte Audi Berufung gegen ein „No further Action“ der Stewards einlegen. Konkret geht es um eine Situation um Yuki Tsunoda.
Was war passiert? Nach dem Leclerc-Crash wurde das Rennen unterbrochen. Vor dem Re-Start stellte sich Tsunoda erst in die falsche Startbox und danach vermeintlich falsch in seine richtige Startbox. Die Rennleitung entschied sich daraufhin für eine Extra-Formation-Lap.
Danach entschieden die Stewards, dass Tsunoda für sein Vergehen keine Strafe bekommt. Am Ende landete der Japaner bei einem starken zweiten Comeback-Rennen auf dem zehnten Platz.
Elfter wurde übrigens Gabriel Bortoleto. Das bedeutet, sollte Tsunoda doch noch eine Strafe bekommen, könnte der Audi-Pilot seinen nächsten Formel-1-Punkt ergattern.
Tsunoda lieferte ein starkes Rennen ab. © Dunbar / XPB ImagesHätte Tsunoda aus der Boxengasse starten müssen?
Formel-1-Journalist Thomas Maher hat zusätzlich enthüllt, auf welcher Basis Audi Berufung einlegen will. Artikel B5.9.4 sagt klar, dass ein Fahrer, wegen dem es eine Extra-Formation-Lap gibt, danach aus der Boxengasse starten muss. Tut er das nicht, muss er eigentlich eine Durchfahrtsstrafe absitzen.
Doch die FIA präsentierte im offiziellen Dokument, dass sich Tsunoda gar nicht in einer falschen Position in der Startbox befand. Auch hätte der Rennleiter beschlossen, die Formation Lap noch einmal zu wiederholen. Tsunoda soll allerdings nicht der direkte Grund gewesen sein, sondern die Gesamtsituation.
Da das Team auch danach keine Informationen erhalten hätte, dass Tsunoda der Grund gewesen sein soll, hätte Tsunoda gar nicht wissen können, dass er aus der Boxengasse starten musste. Deshalb hätten die Stewards keine Chance gehabt, eine Strafe zu verhängen.
Die FIA will daran arbeiten, dass diese Kommunikation in Zukunft besser funktionieren wird. Das offizielle Dokument zeigt gleichzeitig, dass es für Audi schwer wird, eine Strafe für Tsunoda durchzubringen. Der Rennstall muss wohl mit der Nullnummer am Wochenende umgehen.































