Für Charles Leclerc war der Monza GP schneller vorbei, als er begonnen hatte. Der Monegasse schied nach einem harten Crash bereits in Runde 2 aus und konnte den Traum vom nächsten Sieg vor den Tifosi begraben.
Nach dem Unfall gab es zahlreiche Theorien, wie dieser zustande gekommen ist. Auch in Race Control, der Champ1-Analyse zum Rennwochenende, wurde über die mögliche Ursache gesprochen.
Leclerc crashte in Monza schwer. © Sky Sport F1Leclerc-Crash für Surer unglücklich
Für Marc Surer war kein wirklicher Fahrfehler, sondern das Pech des Monegassen ausschlaggebend für den Crash. Da er aufgrund eines Angriffs von Oscar Piastri nicht die Ideallinie gehabt habe, trotzdem aber schnell aus der Kurve herauskommen wollte und etwas weit herauskam.
„Er ist auf diese Rinne gekommen, dann liegt der Reifen nicht mehr voll auf. Und weil er voll auf dem Gas steht, hat das Auto verzogen. Das sieht man sofort. Das Auto hat verzogen, er hat korrigiert und ein bisschen überkorrigiert, das ist schwierig zu managen. Ich meine, es sind über 200 am Ausgang dieser Kurve. Da kann das passieren.“
Zu Leclercs Glück seien die Sicherheitsvorkehrungen mittlerweile so gut, dass er relativ wenig abbekommen habe. Der Schweizer berichtete, dass Jochen Rindt an der nahezu gleichen Stelle gestorben sei.
Vor 20 Jahren sei es wohl nicht möglich gewesen, nach so einem Aufprall noch selbst auszusteigen, wie es Leclerc konnte.
War die grüne Rinne Schuld am Leclerc-Crash? © Sky Sport F1Rinne als Unfallursache?
Lange wurde über den Unfall diskutiert, da auf den Fernsehbildern zu sehen war, dass Max Verstappen vor ihm sogar noch weiter außen war, allerdings normal weiterfahren konnte. Den Grund dafür machte Surer schnell fest. Der Niederländer sei „schon über der Rille“ gewesen.
„Es war diese verflixte Rille. Deswegen hat der Ferrari die Haftung verloren.“
Kurzzeitig gab es Stimmen, die sagten, dass Oscar Piastri Charles Leclerc eventuell den Reifen aufgeschlitzt haben könnte. Für den Schweizer gab es allerdings keine Berührung zwischen beiden Piloten.
Kann der Monegasse in Madrid antreten? © IMAGO / XinhuaVerpasst Leclerc den Grand Prix in Madrid?
Doch, wie geht es jetzt mit dem Monegassen, der über Sichtprobleme klagte, nun weiter? Kann er am kommenden Wochenende in Madrid im Auto sitzen. Surer hat zumindest leichte Zweifel.
„So einen Aufprall spürt man erst am nächsten Tag, auch im Körper. Und ich denke, dass er morgen sicherlich Bescheid geben kann, ob er fähig ist zu fahren oder nicht.“
Eine Aussage, wie der Zustand von Leclerc ist, gibt es bislang nicht. Die Gefahr, dass er den kommenden Grand Prix verpassen könnte, besteht zwar, allerdings gibt es noch keine Gerüchte in diese Richtung.
Der Schmerz beim Monegassen wird allerdings nicht nur körperlich groß sein. Den Heim-Grand-Prix mit Ferrari hatte er sich sicher ganz anders vorgestellt.































