Kurz nach dem Restart war Franco Colapinto auf Position drei, direkt hinter Teamkollege Gasly. Colapinto wollte die Position unbedingt verteidigen, doch dann passierte etwas, das ihn wertvolle Punkte kostete. Nach dem Rennen war der Argentinier höchst emotional.
Colapinto war nach dem Neustart ganz vorne mit dabei | © Charniaux / XPB ImagesColapinto enttäuscht nach dem Rennen
Nach dem Rennen fand man den jungen Argentinier sichtlich enttäuscht im Medienbereich von Monza. Bei ESPN Argentinien erklärte er den Grund seiner Enttäuschung. „Es war ein schwieriges Rennen“, gab der Alpine-Pilot zu. „Einfach sehr frustrierend. Ich glaube, ich hatte eine große Chance und habe sie nicht genutzt. Darüber bin ich wirklich traurig“, erklärte er mit erstickter Stimme.
Nach diesen Worten könnte man meinen, Colapinto sei aus dem Rennen ausgeschieden. Doch tatsächlich beendete er das Rennen auf dem neunten Platz, nur zwei Positionen hinter Pierre Gasly, der von der Pole Position an den Start ging. Eine gute Leistung von dem 23-Jährigen.
Doch ihm ging es primär um einen anderen Moment. Nach dem Neustart nach Leclercs Crash war Colapinto zeitweise Dritter. Er verteidigte die Postion hart gegen Max Verstappen – vielleicht ein wenig zu hart. Denn dabei verlor er das Heck seines Alpines und rumpelte ins Kiesbett. Einen Einschlag konnte er vermeiden und fand unfallfrei zurück auf die Strecke. Trotzdem verlor er Positionen, bis auf Rang 15 fiel er zurück.
Deutliche Emotionen
Während des Interviews ließ Colapinto seinen Emotionen freien Lauf. Er konnte seine Tränen nicht zurückhalten. Er machte keinen Hehl daraus, wie enttäuscht und traurig er nach dem Rennen war.
Ich glaube, es hätte ein großartiges Rennen werden können, aber dann habe ich einen solchen großen Fehler gemacht. Dadurch habe ich eine sehr wichtige Chance für das Team und für mich selbst vergeben. Deshalb bin ich ein bisschen traurig.
Wie es zu seinem Ausritt ins Kiesbett kam, konnte er bei anderen Medien kaum erklären: „Ich habe das Auto sehr aggressiv verloren, bin sehr schnell durch das Kiesbett gefahren und hatte viel Schaden.“ Danach dachte er sogar, er müsste das Auto deswegen abstellen. Trotz alledem konnte das Team die Auswirkungen des Schadens gering halten, sodass es Colapinto wieder zurück in die Top 10 schaffen konnte.
Zu 100 Prozent zufrieden ist er damit dennoch nicht, denn „[sie] bekommen nicht viele solcher Chancen, dort oben und an der Spitze zu kämpfen“. Er entschuldigte sich aufrichtig bei seinem Team, obwohl man dort wusste, dass ein Kampf um ein Podestplatz mit den Topteams beinahe an die Unmöglichkeit grenzte. Sauer ist man bei Alpine auf Colapinto nämlich nicht.
Nun heißt es für Colapinto Tränen trocknen und alle Erkenntnisse mit nach Madrid nehmen. Und vielleicht kann er auch dort wieder ganz vorne mitkämpfen.































