Das erste große Upgradepaket lieferte Aston Martin in Ungarn. Einmal soll es noch Updates für den AMR26 geben, dann ist Schluss für diese Saison. So bestätigte es der technische Leiter Enrico Cardile.
Seit 2025 ist Enrico Cardile bei Aston Martin | © Aston Martin F1 TeamNach Baku keine Upgrades mehr
Mit nur zwei Upgradepaketen wird Aston Martin die restliche Saison bestreiten, das bestätigt Enrico Cardile im Interview auf der Website des Teams. Nach dem großen Paket in Ungarn, wird das letzte Upgrade in Baku kommen. Grund dafür ist, dass man sich danach voll und ganz auf die Entwicklung des Boliden für das nächste Jahr konzentrieren will. Die dann aktuellste Version des AMR26 dient dann als Basis für 2027, um so die Perfomancelücken zum Rest der Teams zu schließen.
Das Upgrade in Baku soll das Gewicht des Autos erheblich verringern. „Es ist eine beachtliche Zahl – genug, um die Rundenzeit drastisch zu verbessern“, erhofft sich Cardile, „Wir sollten [dann] sehr, sehr nah an der Gewichtsgrenze liegen – genau dort, wo man immer sein möchte.“
Sollte das Team während der Entwicklung für 2027 auf etwas stoßen, dass man in diesem Jahr noch testen sollte, gilt dies dann als Ausnahme. „Die einzige Ausnahme wäre, wenn wir während der Entwicklung des 2027er-Autos etwas entdecken, das sinnvollerweise noch in diesem Jahr auf der Strecke getestet werden sollte, um die Korrelation zu verbessern“, bestätigte der italienische technische Leiter.
Doch zum jetzigen Zeitpunkt ist nichts Weiteres geplant.
Aktuell läuft die Saison eher schleppend für Aston Martin | © Charniaux / XPB ImagesVoller Fokus auf 2027 bei Aston Martin
Nach Baku möchte man sich in Silverstone voll auf die Entwicklung für die kommende Saison konzentrieren. Dazu hätte man laut Cardile auch schon genaue Pläne im Kopf: „Von nun an ist es in jedem Bereich eine tägliche Herausforderung: mehr Abtrieb zu generieren, das Gewicht zu reduzieren und dem Ingenieurteam mehr Zeit zu verschaffen – für Tests im Windkanal, für die Überprüfung von Konzepten und für die Optimierung von Bauteilen.“ Insgesamt sei man auf dem richtigen Weg.
Bei der Umsetzung des Projekts für 2027 haben wir uns keinerlei Beschränkungen auferlegt, was die Übernahme von Elementen des Vorgängermodells betrifft. In diesem Sinne wird es ein völlig neues Auto sein. Das gibt uns die Freiheit und die nötige Einstellung, um unsere Ziele zu erreichen.
Ingesamt beschrieb Cardile die Entscheidung, auf große Upgradepakete anstelle von mehreren kleinen, als „sehr mutig, aber die richtige.“ Denn so habe man dem Team den Druck genommen und mehr Zeit für eine ordentliche Entwicklung gegeben. Man darf also gespannt sein, ob Aston Martins letztes Upgrade die erhoffte Rundenzeitverbesserung bringt.































