Audi baut seine Formel-1-Führung um und verpflichtet mit Thomas Fuhr einen früheren Mercedes-Motorenchef. Aston Martin soll sich derweil für einen Wechsel zu Red Bull Powertrains interessieren – doch Laurent Mekies erteilt zusätzlichen Motorenkunden vorerst eine klare Absage. Kimi Antonelli könnte in Mexiko bereits Formel-1-Geschichte schreiben, während Esteban Ocons Aussichten auf ein Stammcockpit 2027 nach einer angeblichen Cadillac-Absage weiter schwinden. Die Themen der CHAMP1 NEWS vom Mittwoch.
Vor dem Großen Preis von Mexiko stehen gleich mehrere wichtige Personal- und Zukunftsentscheidungen im Mittelpunkt. Audi verstärkt seine Führungsstruktur, Red Bulls Motorenprojekt weckt offenbar Interesse bei der Konkurrenz und Kimi Antonelli ist nur noch einen kleinen Schritt vom WM-Titel entfernt.
Gleichzeitig spitzt sich die Zukunftsfrage um Esteban Ocon weiter zu – und im ersten Freien Training müssen gleich mehrere prominente Stammfahrer zuschauen.
©Audi AGAudi holt früheren Mercedes-Motorenchef
Audi stellt sein Formel-1-Projekt organisatorisch neu auf.
Thomas Fuhr wird zum 1. November neuer Geschäftsführer der Audi Formula Racing GmbH und übernimmt damit die übergeordnete Leitung des Standorts Neuburg an der Donau, an dem die Audi-Powerunit entwickelt und gefertigt wird.
Der 61-Jährige bringt mehr als drei Jahrzehnte Erfahrung im Ingenieurwesen und Management mit. Besonders interessant ist seine Vergangenheit bei Mercedes: Zwischen 2009 und 2012 war Fuhr Geschäftsführer von Mercedes-AMG High Performance Powertrains und damit bereits für eine Formel-1-Motorenorganisation verantwortlich.
Mit seinem Einstieg werden die Verantwortlichkeiten in Neuburg klarer verteilt. Stefan Dreyer bleibt Chief Technology Officer und konzentriert sich auf die technische Entwicklung, Christian Foyer verantwortet weiterhin den operativen Betrieb.
Die Gesamtleitung des Audi-Formel-1-Projekts bleibt bei Mattia Binotto.
Der frühere Ferrari-Teamchef bezeichnete Fuhrs Verpflichtung als wichtigen Schritt und formulierte erneut das langfristige Ziel: Audi wolle sich zum besten Hersteller in der Formel 1 entwickeln.
©Getty Images / Red BullAston Martin will Red-Bull-Motor – Mekies sagt vorerst Nein
Red Bulls neues Motorenprojekt sorgt offenbar auch bei der Konkurrenz für Aufmerksamkeit.
Nach britischen Medienberichten soll Aston Martin prüfen, ab 2028 Motoren von Red Bull Powertrains zu beziehen. Hintergrund sind die bislang enttäuschenden Ergebnisse mit Honda.
Laurent Mekies bestätigte zumindest, dass die Performance der neuen Red-Bull-Powerunit bei anderen Teams Interesse geweckt habe.
Konkrete Verhandlungen gibt es nach seinen Angaben derzeit allerdings nicht.
„Führen wir ernsthafte Gespräche mit jemandem über die Belieferung eines anderen Teams? Nein.“
Der Grund: Red Bull will sich zunächst vollständig auf die eigene Entwicklung konzentrieren.
Insbesondere das Zusammenspiel zwischen Motor und Chassis soll weiter optimiert werden, bevor ein zusätzlicher Kunde hinzukommt. In den kommenden zwölf Monaten werde sich an der aktuellen Strategie deshalb nichts ändern.
Eine generelle Absage für die nächsten Jahre ist das allerdings nicht. Mekies schließt ausdrücklich nicht aus, dass Red Bull langfristig weitere Teams beliefert.
©XPB ImagesAntonelli vor historischem WM-Triumph – aber ohne Startnummer 1?
Für Kimi Antonelli könnte Mexiko zum größten Wochenende seiner bisherigen Karriere werden.
Dem Mercedes-Piloten reicht bereits Platz neun, um sich vorzeitig zum jüngsten Formel-1-Weltmeister der Geschichte zu krönen.
Doch selbst im Falle des Titelgewinns will der 20-Jährige offenbar auf ein besonderes Privileg verzichten.
Antonelli möchte auch 2027 mit seiner bisherigen Startnummer 12 antreten und nicht die Nummer 1 des amtierenden Weltmeisters übernehmen.
„Ich muss zuerst in Mexiko meinen Job erledigen. Aber ich denke, wenn ich am Ziel bin, dass ich weiter mit der Startnummer 12 antrete.“
Der Grund ist persönlich: Die Nummer 12 ist eine Hommage an Ayrton Senna, der sie unter anderem während seiner Lotus-Zeit und seiner ersten McLaren-Saison verwendete.
Antonelli hatte sich bereits vor seinem Formel-1-Debüt bewusst für diese Nummer entschieden und möchte diese Verbindung offenbar auch als Weltmeister beibehalten.
©XPB ImagesCadillac erteilt Ocon offenbar eine Absage
Für Esteban Ocon wird die Suche nach einem neuen Stammcockpit immer schwieriger.
Nach seinem feststehenden Haas-Aus soll der Franzose nun auch bei Cadillac abgeblitzt sein.
Mehrere Medien berichten, dass Ocon rund um das Austin-Wochenende Kontakt zu den Verantwortlichen des US-Teams aufgenommen habe. GPblog zufolge besteht bei Cadillac allerdings kein Interesse an einer Verpflichtung. Eine offizielle Bestätigung dafür gibt es bislang nicht.
Damit verschlechtern sich Ocons Aussichten für 2027 weiter.
Bei Cadillac gilt Sergio Pérez derzeit als vergleichsweise sicher. Hinter Valtteri Bottas steht hingegen offenbar noch ein Fragezeichen, während Colton Herta als möglicher Kandidat gehandelt wird.
Ocon selbst hatte zuletzt betont, dass er den Verlust seines Haas-Cockpits nicht als sportlich gerechtfertigt empfindet. CHAMP1-Experte Marc Surer sah das in RACE CONTROL anders und verwies auf die Leistungen von Oliver Bearman.
Surer hatte bereits am Montag erhebliche Zweifel geäußert, dass Ocon noch einmal ein festes Cockpit erhält.
Eine Rolle als Test- oder Ersatzfahrer könnte dagegen weiterhin möglich sein.
©XPB ImagesSechs Stammfahrer müssen in Mexiko zuschauen
Auch im ersten Freien Training in Mexiko gibt es reichlich Bewegung.
Gleich sechs Teams setzen Nachwuchsfahrer ein. Unter anderem müssen Max Verstappen, George Russell und Oscar Piastri pausieren.
Bei Red Bull übernimmt Ayumu Iwasa Verstappens Cockpit, bei Mercedes fährt Frederik Vesti anstelle von Russell.
McLaren setzt Leonardo Fornaroli für Piastri ein, bei Aston Martin ersetzt Jak Crawford Lance Stroll. Alpine gibt Gabriele Minì den Wagen von Franco Colapinto und Williams setzt Luke Browning anstelle von Alex Albon ein.
Die Einsätze dienen der Erfüllung der vorgeschriebenen Rookie-Trainings.
Gerade in Mexiko ist der Verzicht auf eine komplette Session allerdings besonders heikel. Auf mehr als 2.200 Metern Höhe sind Kühlung und Aerodynamik besonders anspruchsvoll – und jeder verlorene Trainingskilometer kann die Abstimmungsarbeit erschweren.
Alle Hintergründe zu Audis Führungsumbau, Aston Martins angeblichem Interesse an Red-Bull-Motoren, Antonellis möglichem historischen WM-Triumph, Ocons schwieriger Zukunft und den zahlreichen Rookie-Einsätzen in Mexiko gibt es in der vollständigen Ausgabe der CHAMP1 NEWS im Video.
Dieser Text wurde mit KI-Unterstützung erstellt.































