Seit diesem Jahr ist das Audi-Team Teil der Formel 1. Der deutsche Fahrzeugriese hat große Pläne und will spätestens 2030 zur Spitze der Königsklasse gehören.
Für diese Pläne braucht man starkes Personal. Nun bekommt Audi Formula Racing einen neuen CEO.
Thomas Fuhr soll die Audi-Antriebseinheit nach vorne bringen. © IMAGO / Funke Foto ServicesThomas Fuhr neuer CEO von Audi Formula Racing
In einer offiziellen Mitteilung verkündete Audi, dass Thomas Fuhr diesen Posten ab dem 1. November übernehmen wird.
Als CEO wird er beim Unternehmen, das in Neuburg an der Donau ansässig ist, die Verantwortung für die Entwicklung der Antriebseinheit übernehmen. Fuhr war unter anderem von 2009 bis 2012 Geschäftsführer von Mercedes-AMG High Performance Powertrains.
Jürgen Rittersberger, CFO der AUDI AG und Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der Audi Formula Racing GmbH, freut sich über die Verstärkung.
Diese Personalie stärkt die von uns aufgebaute Struktur bei Audi Formula Racing weiter. Ich freue mich sehr, Thomas im Team willkommen zu heißen, und bin überzeugt, dass er einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung unseres Formel-1-Programms leisten wird.
CTO Stefan Dreyer soll sich voll auf die technische Entwicklung der PU konzentrieren können. Auch Fuhr freut sich auf die Zukunft und gab gleichzeitig eine klare Marschroute mit.
Ich bin stolz, Teil des Audi-Formel-1-Projekts zu werden. Die Möglichkeit, die Zukunft von Audi im Motorsport mitzugestalten, ist eine spannende Gelegenheit. Das Team in Neuburg hat eine völlig neue Power Unit entwickelt und auf die Strecke gebracht. Ich möchte auf dieser Arbeit aufbauen, indem ich das Fachwissen aus der gesamten Organisation bündele und die Voraussetzungen dafür schaffe, dass wir auf höchstem Niveau mithalten können.
Binotto will mit Audi an die Spitze. © XPB ImagesBinotto mit mutiger Ansage
Das Audi-Team hat in dieser Saison bereits gezeigt, dass man zumindest mit den besten Teams im Mittelfeld mithalten kann. Auch wenn der Rennstall vieles von Sauber geerbt hat, ist das für die erste Saison durchaus beachtlich.
Doch, das reicht Audi natürlich nicht. Auch Teamchef Mattia Binotto machte in der offiziellen Mitteilung deutlich, was die Erwartungshaltung für die kommenden Jahre ist.
Wir haben in Neuburg ein solides Fundament geschaffen und die erste Audi-Formel-1-Power-Unit von Grund auf entwickelt. Thomas versteht die technischen Herausforderungen und weiß, was es braucht, um leistungsstarke Teams aufzubauen und zu führen. Deshalb bin ich zuversichtlich, dass er eine Schlüsselrolle dabei spielen wird, das Team und die Organisation weiterzuentwickeln, damit wir zum besten F1-Hersteller werden.
Die Auswirkungen der Fuhr-Verpflichtung wird man wahrscheinlich nicht kurz- oder mittelfristig sehen. Audi zeigt aber weiterhin, dass man langfristig einen klaren Plan hat. Nun muss man sportlich die nächsten Schritte gehen. Vor allem in Sachen Zuverlässigkeit und Motorenleistung hat man weiterhin viel Nachholbedarf.































