Nach den deutlichen Worten von Fernando Alonso zum Fahrerniveau am Ende des Feldes schaltet sich Carlos Sainz in die Debatte ein. Der Williams-Pilot nimmt seinen Teamkollegen Alex Albon in Schutz und widerspricht der Einschätzung des zweimaligen Weltmeisters klar.
Auslöser der Diskussion war eine Kollision zwischen Fernando Alonso und Alex Albon in der ersten Runde des Großen Preises der USA in Austin. Nach dem Rennen sowie am Medientag in Mexiko kritisierte Alonso das Verhalten und das Niveau im hinteren Drittel der Startaufstellung.
Carlos Sainz sieht wenig Schuld bei seinem Teamkollegen Alex Albon. © Patching / XPB ImagesSainz erfährt, wie es ist im hinteren Feld zu fahren
Sein Landsmann Carlos Sainz teilt diese Sichtweise nicht. Vor dem Rennwochenende in Mexiko äußerte er sich in einer Medienrunde zu den Vorwürfen und verteidigte sowohl seinen Teamkollegen als auch das allgemeine Niveau des aktuellen Fahrerfeldes.
[Das war] ein bisschen hart gegenüber Alex. Ich glaube, er [Alonso] bezog sich eher auf ihn [Albon]. Ich schätze Alex wirklich sehr, und es macht mir Spaß, gegen ihn zu fahren; er hat mir gegenüber nie irgendeine Respektlosigkeit gezeigt, und es gab auch nie unangenehme Momente zwischen uns.
Auch über den Veteranen Alonso äußert sich der Spanier wohlwollend.
Auch mit Fernando macht es mir Spaß, mich zu duellieren. Bis zu diesem Jahr war ich noch nie im hinteren Drittel der Startaufstellung. Mein ganzes Leben lang hatte ich ein Auto, mit dem ich um Punkte kämpfen konnte – zumindest in meiner Zeit bei Toro Rosso, Renault und McLaren, immer unter den Top 10. Es ist das erste Mal in meiner Karriere, dass ich mich am hinteren Ende des Mittelfelds wiederfinde.
Umstände statt mangelnder Qualität
Sainz sieht die Ursache für Häufungen von Zwischenfällen im hinteren Feld nicht in den Fähigkeiten der Piloten. Das Leistungsniveau der aktuellen Formel 1 schätzt er stattdessen als außergewöhnlich hoch ein.
Ich bin seit 12 Jahren in der Startaufstellung, und wenn es ein Jahr gibt, in dem meiner Meinung nach das höchste Talentniveau in der Startaufstellung herrscht, dann ist es dieses. Mir fällt niemand ein, der nicht den F1-Standards entspricht. Alle Rookies, die in den letzten Jahren dazugekommen sind, sind gut. Manche machen Fehler, so wie ich sie früher gemacht habe, als ich jünger war, und ich mache auch heute noch Fehler – ihr habt mich dieses Jahr dabei gesehen. In der hinteren Hälfte des Feldes gibt es mehr Zwischenfälle, aber ich gehe eher davon aus, dass das an den Umständen liegt und nicht an der Qualität des Feldes.
Mit Williams kämpft Sainz derzeit direkt gegen Alonsos Team Aston Martin um Positionen in der Konstrukteurswertung.































