Kimi Antonelli ist der jüngste Weltmeister der Formel 1 Geschichte. Nach einer wahnsinnig konstanten Saison krönte sich der Italiener in Mexiko.
Vor einem Jahr hatte der Youngster noch große Probleme. Durch die Entscheidung, Antonelli ins Cockpit zu setzen, musste Teamchef Toto Wolff sogar mit Sponsorenproblemen kämpfen.
Toto Wolff wollte Kimi Antonelli unbedingt. © Batchelor / XPB ImagesZwei Sponsoren sprangen wegen Antonelli ab
Gegenüber Sky Sports F1 machte der Österreicher deutlich, dass es Sponsoren gab, die nach der Antonelli-Entscheidung abgesprungen seien.
Wir hatten zwei Sponsoren, die uns deswegen verlassen haben. Die haben mich gefragt: ‚Kimi Antonelli, wer soll das Kind bitte sein?‘
Doch Wolff habe sich nicht beirren lassen. Er habe schon direkt nach der Hamilton-Entscheidung gewusst, dass Antonelli im Mercedes sitzen würde. Vielerorts wurde lange berichtet, dass der Rennstall großes Interesse an Max Verstappen habe.
Doch scheinbar fiel die Antonelli-Entscheidung relativ schnell. Dann habe er mit Bradley Lord und James Allison gesprochen.
Ich habe ihnen gesagt: ‚Kimi sitzt im Auto.‘ Sie meinten nur: ‚Wovon redest du?‘ Aber wir hatten die Daten. Wir brauchten keine Bestätigung mehr. Kimi hatte es schon durch seine Erfolge in der Formel 4 und in der Formel Regional bestätigt. Der Rest war glasklar.
Wolff führte Mercedes zur ersten Fahrer-WM seit 2020. © Rew / XPB ImagesWolff hatte volle Rückendeckung
Auch mit dem Mercedes-CEO Ola Källenius und anderen Entscheidungsträgern bei Mercedes habe es keine Probleme gegeben, so der Österreicher.
Es gab keinerlei Zweifel. Die Zweifel kamen nur von außen. Von Leuten, die damals Partner des Teams waren und es heute nicht mehr sind. Von anderen Teams, von anderen Fahrern, die der Meinung waren, dass sie selbst eine Chance verdient hätten – und von den Medien.
Wolff wusste, dass Antonelli Anlaufzeit brauchen würde, und sah das Projekt immer als ein langfristiges an. Den Titel im zweiten Jahr bezeichnete der Österreicher als „unglaublich“.
Der Mercedes-Teamchef hatte den Italiener bereits als Junior-Fahrer im Kartsport unter seine Fittiche genommen und förderte ihn von Anfang an. Mit dem WM-Titel folgte nun der erste große Höhepunkt. Wenn es nach Mercedes, Wolff und Antonelli geht, soll es aber nicht der letzte gewesen sein.































