Die Formel 1 hat heute bekanntgegeben, dass der Große Preis von Bahrain nicht ersatzlos gestrichen wird. Stattdessen zieht das Rennen auf den Sepang International Circuit in Malaysia um. Was im ersten Moment skurril klingt – der Bahrain GP in Südostasien? – ist harte Realität.
Der Grund für die spektakuläre Verlegung ist der sich zuspitzende Konflikt im Nahen Osten. Zahlreiche Logistikpartner, allen voran DHL, hatten bereits frühzeitig klar gestellt, dass sie keine Transporte in akuten Krisengebieten durchführen werden. Die blockierten Lieferketten und die Sicherheitslage zwangen die Verantwortlichen der Königsklasse schlussendlich zum Handeln.
Da Bahrain den Grand Prix jedoch keinesfalls ersatzlos abtreten wollte, griff man laut Medienberichten scheinbar tief in die Tasche: Gegen eine beachtliche Summe soll man sich die Rechte am Sepang International Circuit gesichert haben, um das Rennen dort unter dem offiziellen Namen „Formula 1 Gulf Air Bahrain Grand Prix in Malaysia“ auszutragen. Die Austragung steht noch unter dem Vorbehalt der finalen Vereinbarungen und der Zustimmung des FIA-Weltrats.
Das Rennen wird zwischen dem Großen Preis von Baku Ende September und dem Großen Preis von Singapur vom 02. bis zum 04. Oktober stattfinden. Ein weiterer Triple-Header im so oder so schon eng-getakteten Rennkalender.
Unklar bliebt vorerst die Zukunft der weiteren Nahost-Rennen in Katar und Abu Dhabi, das Saisonfinale. Medienberichten zufolge gilt Imola aktuell als Favorit um einzuspringen und das Saisonfinale auszurichten. Eine endgültige Entscheidung hierzu wird für September erwartet.































