Bei Aston Martin soll es in der Zukunft endlich wieder bergauf gehen. Nachdem man sich beim Motor und beim Chassis verzockt hatte, konnte man in Ungarn zumindest wieder den ersten Schritt in die richtige Richtung gehen.
Auch personell will sich der Rennstall weiter für die Zukunft aufstellen. Nun wurde die nächste größere Entscheidung getroffen.
Tom McCoullough arbeitete eng an der Seite von Mike Krack. © Batchelor / XPB ImagesTom McCullough wird Aston Martin verlassen
Denn der erfahrene Top-Ingenieur Tom McCullough wird den Rennstall nach übereinstimmenden Medienberichten zum Ende der Saison verlassen. Und das nach einer langen Zeit beim Team.
Denn, nachdem McCullough unter anderem Renningenieur von Nico Hülkenberg und Rubens Barrichello war, schloss er sich 2013 Force India an und war dort der leitende Streckeningenieur.
2018 wurde McCullough zum Performance Director ernannt und hatte diesen Posten auch nach der Umbenennung in Aston Martin inne. Ende 2024 verließ er das Formel-1-Team und arbeitete im Hintergrund, um das Team auch in anderen Rennserien zu unterstützen.
Nachdem er die Aufsicht über mehrere andere Rennserien hatte, wird er das Team nun endgültig verlassen. McCullough ist dabei nur einer der Namen, die bei der Umstrukturierung des Rennstalls am Ende keinen Platz mehr in der Formel 1 hatten.
Adrian Newey will weiterhin zeigen, dass er ein Design-Guru ist. © Moy / XPB ImagesNewey setzt Fokus auf 2027
In diesem Zuge wurde Adrian Newey auch unter anderem zum Teamchef ernannt. Zwar halten sich hartnäckig die Gerüchte, dass Jonathan Wheatley schon bald diese Rolle übernehmen könnte, doch Vollzug wurde bislang nicht vermeldet.
Newey selbst zeigte mit dem Team-Update in Ungarn, dass er immer noch ein Design-Guru sein kann. In einem Interview auf der offiziellen Website machte er klar, dass man trotz der Aufgaben dieser Saison schnell auf 2027 fokussieren wolle.
„Im Moment geht es um die großen architektonischen Entscheidungen: wo wir den Motor im Radstand platzieren, wie wir das Chassis positionieren und die grundlegenden Entscheidungen, die sehr langfristige Komponenten betreffen.
Wir schauen uns Vorder- und Hinterachskonzepte, Getriebeformen – all die Dinge an, die die Aerodynamik stark beeinflussen.“
Man wolle das Auto für 2027 schnell in Produktion bringen, damit man nicht den Druck spüre, der dieses Jahr geherrscht habe. Damit könne man „Gewicht, Steifigkeit und die Details viel effektiver optimieren“.
Aston Martin will an die Spitze der Formel 1. Nach dieser Saison ist der Weg dahin länger geworden. Doch die Motivation scheint auch bei Adrian Newey weiterhin groß zu sein. Es bleibt abzuwarten, wie die Zukunft beim Rennstall aussieht – auch personell.

































