Der Grand Prix in Madrid wurde von vielen Seiten kritisiert. Die wenigsten Überholmanöver, kaum Spannung und eine Strecke, die den Fahrern im Rennen keinen Spaß machte.
Natürlich wurde sofort gefordert, dass es für das kommende Jahr große Änderungen am Streckenlayout geben soll. Doch der Vorsitzende der Grand Prix Drivers‘ Association (GPDA), Alex Wurz, verteidigte nun die Streckenarchitekten.
Alex Wurz glaubt, dass der Streckenumbau in Madrid schwierig wird. © IMAGO / Jan HuebnerWird ein möglicher Streckenumbau kompliziert?
Im F1-Podcast von Sky machte der Österreicher deutlich, dass ein neues Layout nicht von heute auf morgen machbar ist.
„Streckenplanung ist nicht so einfach, wie ein paar Linien auf ein A3- oder A4-Blatt oder in ein CAD-Programm zu zeichnen. Man muss Topografie, Bodenbeschaffenheit, Grundstücksgrenzen und die Brandschutzbestimmungen des jeweiligen Landes berücksichtigen. Man muss auch die Rahmenbedingungen für Zuschauer, Streckenposten usw. berücksichtigen.“
Es gäbe eine große Liste von Restriktionen, die man einhalten müsste. Alleine deshalb könnten nicht alle Forderungen erfüllt werden. Von daher müsse man weiterhin mit einigen eher schlechteren Streckenabschnitten rechnen.
Für die Strecke in Madrid gibt es viele Verbesserungsvorschläge. © Bearne / XPB ImagesÄnderungen primär außerhalb der Stadt möglich
Trotzdem hofft Wurz natürlich, dass etwas an der Strecke gemacht wird. Vor allem der Teil außerhalb der Stadt könne interessant werden, da dort die Einschränkungen nicht so groß sind.
„Für uns vielleicht unbekannte Einschränkungen durch Tiefbau und Topografie – aber die Topografie ist wirklich beeindruckend. Sie haben sie in Kurve 12, der Steilkurve, perfekt genutzt. Ich denke, in anderen Bereichen liegt das Potenzial für große Erfolge in der Zukunft.“
Die Architekten der Strecke in Madrid werden wohl genau darauf schauen, was machbar ist. Fakt ist: Es muss bessere Stellen zum Überholen geben. Ansonsten könnte auch der nächste Grand Prix in der spanischen Hauptstadt zu einem wahren Fiasko werden.
Die Formel-1-Stars machten unmittelbar nach dem Rennen bereits Vorschläge, was man am Ende verändern könnte – doch sicher ist nichts.































