Beim Media Day vor dem Zandvoort-GP drehte sich vieles um die Vertragsverlängerung von Max Verstappen. Wie passend, dass der Niederländer vor dem finalen Rennen in der Heimat bei der Pressekonferenz zu Gast war.
Mit Russell und Norris waren auch zwei andere Top-Fahrer Teil der obligatorischen Fragerunden. Sergio Perez setzte ein klares Statement nach dem Teamchefwechsel bei Cadillac.
Max Verstappen ist vor dem finalen Zandvoort-Rennen motiviert. © Bearne / XPB ImagesVerstappen freut sich auf Zandvoort-Finale
Für Max Verstappen wird es an diesem Wochenende gleich doppelt besonders. Es ist nicht nur der erste Grand Prix nach seiner Verlängerung, sondern auch der letzte Grand Prix in Zandvoort, bevor das Rennen aus dem Rennkalender fliegt.
Doch der Niederländer will nicht mit allzu viel Wehmut in das Wochenende starten.
„Da es hier das letzte Rennen ist, möchte ich eine positive Stimmung bewahren. Ich will das Wochenende so gut wie möglich genießen. Die Geschichte hier, die große Menge an Fans, die den Motorsport lieben. Und die Strecke hier, sie belohnt einen richtig, wenn man es gut macht. Es ist eine der besten Strecken im Kalender, also wird sie auf jeden Fall vermisst werden.“
Auch zu seiner Vertragsverlängerung äußerte er sich. Mit einem Grinsen im Gesicht verriet er, er wolle die weitere Zeit bei Red Bull als Übung für die eigene Ehe sehen und die Zeit mit seiner Frau dann verdreifachen. Auch enthüllte er, dass er Dietrich Mateschitz vor seinem Tod gesagt hätte, dass er ewig bei Red Bull bleiben wolle.
Außerdem hofft der Niederländer, dass sein Teamkollege Isack Hadjar schnell wieder fit ist. Und auf Lawson sieht er ein schwieriges Wochenende zukommen, da die wenigen Trainings bei einem Sprint-Wochenende nicht helfen würden.
Russell will sein Momentum wiederfinden.© IMAGO / ANPRussell und Norris denken nicht an WM-Titel
Für George Russell und Lando Norris steht in Zandvoort vor allem die sportliche Situation im Vordergrund.
Beide Fahrer haben einen großen Rückstand auf Kimi Antonelli, aber auf der anderen Seite auch den Anspruch, um den Titel mitzukämpfen. Russel selbst will aber davon zurzeit nichts wissen.
„Ich denke nicht dran und schaue von Rennen zu Rennen. Ich möchte meine Leistung verbessern, denn wenn sie besser wird, dann wird der Abstand kleiner.“
Der Mercedes-Star wolle in Zandvoort ein gewisses Momentum aufbauen, um wieder zu seiner alten Stärke zu finden. Diese hat Lando Norris bereits gefunden. Vor der Sommerpause gewann er mit einem starken Rennen in Ungarn. Doch er bremste bezüglich der Siegchancen an diesem Wochenende.
„Ich bin nie der Typ, der zu sehr nach vorne prescht, also werde ich nicht sagen, dass wir sofort wieder gewinnen sollten, aber wir haben hohe Ziele. Wir müssen verstehen, ob der Boden, den wir in Budapest eingeführt haben, hier gut ist, aber der Schritt, den wir nach vorne gemacht haben, ist ein gutes Zeichen.“
Auch er habe in dieser Saison nie an den WM-Titel gedacht, vor allem nach den ersten Rennen mit den zahlreichen Problemen, die der Rennstall hatte.
Sergio Perez scheint kein Fan von Graeme Lowdon gewesen zu sein. © IMAGO / Anadolu AgencyPerez lobt Teamchefwechsel
Während Nico Hülkenberg und Arvid Lindblad davon sprachen, um die Punkt kämpfen zu wollen, ist Cadillac zurzeit weit davon entfernt. Zuletzt überraschte der Rennstall mit dem Rausschmiss von Graeme Lowdon und der Verpflichtung von Marcin Budkowski.
Überraschend deutlich reagierte Sergio Perez auf die Entscheidung des Rennstalls.
„Es ist wirklich aufregend. Ein neuer Teamchef, eine neue Perspektive. Es war Zeit für Veränderungen und es zeigt, dass Cadillac, obwohl es erst unser erstes Jahr ist, wirklich bereit ist, als Team voranzukommen, und wir hoffen, dass dies mit der neuen Führung bald geschehen kann.“
Ein klarer Affront gegen den Ex-Teamchef, der zeigt, wie ambitioniert der Mexikaner weiterhin ist. Auch in Zandvoort wird vom Team allerdings kaum etwas zu erwarten sein. Mal sehen, wie es mit dem großen Personalwechsel mittel- und langfristig aussieht.


































