George Russell ballte die Faust und kann nach der Sommerpause zumindest kurzfristig zurückschlagen. Der Brite setzte sich gegen Lando Norris und Charles Leclerc durch und geht in den Sprint von Zandvoort als Pole-Sitter.
Währenddessen schauten vor allem Max Verstappen und Lewis Hamilton blöd aus der Wäsche, während das Motorenupdate bei Aston Martin plötzlich doch Probleme bereitet.
George Russell sicherte sich die Sprint-Pole in Zandvoort.© IMAGO / ZUMA Press WireRussell schlägt zurück – Norris und Leclerc lauern
Eigentlich sah im Qualifying wieder alles danach aus, als wenn nur Kimi Antonelli gegen McLaren und Ferrari mithalten könnte. Doch in Q3 war es plötzlich Russell, der die beiden leicht favorisierten Teams hinter sich ließ.
Nach dem Rennen war der Brite überglücklich über das Resultat.
„Es ist toll, nun wieder dabei zu sein. Das ist eine Rennstrecke, die ich wirklich liebe und die viel Einsatz erfordert. Und ja, natürlich war es ein hartes Ende der ersten Jahreshälfte. Ich bin sehr froh, wieder dabei zu sein. Es ist schon eine Weile her, seit ich das letzte Mal so ein Interview gegeben habe. Also, ja, es ist schön.“
Eigentlich war das Streckenlayout eher auf die beiden anderen Top-Teams zugeschnitten, doch auf den roten Reifen war es plötzlich wieder ein Mercedes, der am Ende triumphierte.
Doch Norris und Leclerc können mit ihrem Qualifying trotzdem zufrieden sein. Morgen beim Start können sich beide Piloten durchaus Chancen ausrechnen, auch weil Russell und Co. immer wieder mit den Starts zu kämpfen hatten.
Verstappen enttäuschte in Zandvoort. © Batchelor / XPB ImagesVerstappen enttäuscht – Hamilton plötzlich desolat
Hinter den drei Spitzenplätzen reihen sich Oscar Piastri und Kimi Antonelli ein. Während der Australier zumindest zeigte, dass mit ihm wieder zu rechnen ist, sind die knapp zwei Zehntel, die Antonelli auf seinen Teamkollegen fehlen, mehr als enttäuschend.
Doch noch schlimmer als für den Italiener lief es für Max Verstappen und Lewis Hamilton. Die beiden Top-Stars, die nur mit Platz sechs und sieben leben müssen, hatten mit unterschiedlichsten Problemen zu kämpfen.
Während der Niederländer einfach nicht das Auto zu haben scheint, um vorne angreifen zu können, hatte der Brite plötzlich unerklärliche Probleme, die dafür sorgten, dass er überhaupt keine Chance auf einen Spitzenplatz hatte. Sein Renningenieur Carlo Santi machte klar, dass man sich die Daten anschauen wolle.
Pierre Gasly, Gabriel Bortoleto und Arvid Lindblad komplettierten die Top 10 mit starken Leistungen und zeigen weiterhin, dass Alpine, Audi und die Racing Bulls zurzeit das Maß aller Dinge im Mittelfeld sind.
Lawson konnte mit seiner Quali nicht zufrieden sein. © Batchelor / XPB ImagesLawson und Tsunoda mit Problemen – Aston-Martin-Träume zerstört
Für Liam Lawson und Yuki Tsunoda verlief die erste Feuerprobe mit P11 und P12 nicht ganz enttäuschend, allerdings auch nicht zufriedenstellend. Vor allem für den Neuseeländer ist es eine kleine Ohrfeige, dass er von seinem eigentlichen Teamkollegen im vermeintlich schwächeren Material geschlagen wurde.
Yuki Tsunoda fehlten auch fast vier Zehntel auf seinen Teamkollegen. Der Japaner scheint sowieso keine Zukunft bei den Racing Bulls zu haben, für ihn scheint die realistische Option Haas zu sein.
Für Nico Hülkenberg war P14 mal wieder ein kleiner Rückschlag, während Esteban Ocon (15.) Alex Albon (16.) und Valtteri Bottas (20.) zumindest mal ihre Teamkollegen schlagen konnten.
Für Aston Martin wurde das Sprint-Qualifying zu einem Desaster. Nachdem man im 1. Freien Training mitten im Mittelfeld unterwegs war, schieden nun beide Piloten in SQ1 aus. Fernando Alonso geht sogar als Letzter ins Rennen und erklärte danach, wo die Probleme lagen.
„Wir hatten Probleme mit dem Fahrverhalten, der Motor hat beim Bremsen nach vorne gedrückt, und der Geradeaus-Modus hat nicht funktioniert.“
Bei vielen Teams bleiben nach der Sommerpause also noch einige Probleme und Fragezeichen bestehen. Vielleicht ist man ja morgen nach dem Sprint ein bisschen schlauer.


































