Nachdem viele Fans und Experten prognostiziert hatten, dass es auf dem Madring zu Chaos und vielen Safety-Car-Phasen kommen könnte, wurde das Rennen am Ende zu einem enttäuschenden Ereignis.
Wenig Spannung, wenige Überholmanöver und frustrierte Fahrer sorgten für einen Grand Prix, der eher nicht in Erinnerung bleiben wird – zumindest nicht in guter.
Oliver Bearman ging mit der Strecke hart ins Gericht. © XPB ImagesBearman nach Madrid-Rennen verzweifelt
In einer Medienrunde nach dem Rennen war es unter anderem Oliver Bearman, der mit dem Madring hart ins Gericht ging. Für ihn war von Anfang an klar, dass das Rennen kein Spektakel wird.
„Man muss nur auf das Layout schauen, und es ist ziemlich klar, dass es eine schlechte Rennstrecke wird. Ich meine, wenn du ankommst und diesen Grundriss siehst, fragst du dich: ‚Was sollen wir machen?‘ Das ist ein bisschen schade.“
Die Strecke habe viele kombinierte Eingänge und Ausgänge, das mache es einfach, seine Position zu verteidigen, von daher sei das Überholen auch so schwierig. Die Fahrer hätten das „der FIA schon am Freitag gesagt und wir müssen einen Weg finden, die Strecke für uns etwas interessanter zu machen, denn sie ist auf jeden Fall spannend zu fahren, aber im Rennen ist sie sehr schlecht.“
Auch Alex Albon stimmte zu und machte deutlich, dass man schon an den wenigen Überholmanövern in der Formel 3 gesehen habe, dass das Rennen schwierig wird. Der Williams-Star hatte zwar Spaß, die Strecke zu absolvieren, im Rennen sei sie allerdings „sehr langweilig“.
Lando Norris fordert Veränderungen. © Charniaux / XPB ImagesMuss das Layout geändert werden?
Für Albon gebe es viele Stellen, an denen eine Anpassung in Zukunft erforderlich sei.
„Da wäre zum Beispiel Kurve 3 bis Kurve 5. Ich denke, das ganze Gebiet muss neu gestaltet werden, vielleicht geradere Bremszonen. Wir müssen diese Schikane entfernen. Es ist gut fürs Spektakel, aber nicht gut fürs Rennen.“
Auch für Kurve 13 habe er einen Vorschlag. Dort wäre eine langsamere Kurve mit einer größeren Bremszone besser. Außerdem würde die Schikane, die durch Kurve 5 und 6 gebildet wird, eine Belastung für den Körper sein.
Auch Lando Norris, der im Qualifying und im Rennen zeigte, wie gut er mit der Strecke zurechtkommt, hatte einige Verbesserungsvorschläge parat.
„Ich denke, es gibt einige offensichtliche Änderungen, die sie vornehmen sollten. Sie sollten Kurve 18 und 19 abschaffen, nutzlos. Mach einfach mehr direkt eine Haarnadel daraus. Ich weiß nicht, wie jemand dieses Design anschaut und sagt: ‚Cool.‘ Ja, ich denke, es gibt viele Möglichkeiten.“
Auch eine Gerade von Kurve 17 zu Kurve 20 würde laut dem Briten bereits helfen. Doch es gebe auch schwierige Stellen wie Kurve 5, 6 und 7. Man wisse nicht immer, „was die beste Lösung“ sei. Für Norris seien Änderungen alternativlos, da es aufregender für alle werden solle.
Die Premiere auf dem Madring sorgte für Ernüchterung. In den kommenden Monaten wird genau darauf geschaut werden, ob und welche Änderungen an der Strecke vorgenommen werden. Der Veranstalter sollte die Warnungen der Fahrer ernst nehmen, ansonsten könnten die weiteren Madrid-Rennen zu einem echten Flop werden.































