Während Kimi Antonelli seinen achten Saisonsieg in Madrid einfuhr, verfehlte George Russell mal wieder das Podium. 81 Punkte Vorsprung hat Antonelli auf Russell in der WM-Wertung. Sieht der Brite überhaupt noch realistische Chancen auf den Titel?
Hat Russell seine WM-Chancen aufgegeben? | © Batchelor / XPB ImagesRussell gibt WM-Chancen auf
Nach dem Großen Preis von Spanien hat George Russell seine Chancen dieses Jahr Weltmeister zu werden offiziell abgeschrieben. Das gab er nach dem Rennen im Interview mit F1TV zu. Schon im Qualifying zeigte sich, dass Teamkollege Antonelli einfach schneller ist als der Brite. Russell schaffte es nur auf Position 6 während sich sein Teamkollege in der ersten Startreihe auf dem zweiten Platz einreihte. Auch im Rennen war Russell dem Podium weit entfernt. Er beendete die Madring-Premiere nur auf dem fünften Platz. Antonelli hingegen gewann das Rennen und baute seine WM-Führung weiter aus.
Mit dem erneuten Sieg von Antonelli scheint sich der Fokus von Russell geändert zu haben. Er möchte nun sicherstellen dem Team zum Konstrukteurstitel zu verhelfen.
Wir sind natürlich in einer hervorragenden Ausgangslage, um die Konstrukteurswertung zu gewinnen. Realistisch gesehen kämpfe ich nicht um den Fahrertitel.
Russell setzt nun den Fokus auf den Konstrukteurstitel für sein Team | © XPB ImagesNeuer Fokus
„Das gibt mir die Möglichkeit, mich von Rennen zu Rennen zu konzentrieren und zu versuchen, gute Ergebnisse zu erzielen“, führte ein doch enttäuschter Russell weiter aus. Schließlich ging er mit der Motivation in die Saison dieses Jahr seinem unerfahreneren Teamkollegen zu zeigen, wo der Hammer hing und vor ihm Weltmeister zu werden.
Er ging als klarer Favorit in die Saison 2026, doch nun konnte er gerade mal zwei Rennen gewinnen. Auch wenn er aktuell den zweiten Platz in der Fahrerwertung belegt, der Abstand zu Antonelli wird eher größer als kleiner. Aktuell stehen 81 Zähler zwischen den beiden Mercedes-Piloten.
„Die letzten paar Rennen liefen positiver, auch wenn das heutige Ergebnis alles andere als gut war“, sagte der 28-Jährige. „Aber das zieht sich irgendwie wie ein roter Faden durch die Saison. Ich muss mich einfach auf die Leistung konzentrieren und weiterhin versuchen, dem Team zu helfen.“
Eine frustrierende Saison für George Russell. Als klare Nummer 2 bei Mercedes muss er nun zusehen, wie sein junger Teamkollege vor ihm Weltmeister werden wird – und das in seinem zweiten Jahr in der Formel 1.































