George Russell erlebt eine Saison zum Vergessen – und das trotz Platz 2 in der WM. Denn sein Teamkollege Kimi Antonelli kann schon in Mexiko den WM-Titel klarmachen, während der Brite in den meisten Rennen keine Chance gegen ihn hatte.
Auch um den zweiten Platz in der WM muss Russell noch zittern. Die Situation veranlasste Red-Bull-Legende Helmut Marko zu einem harten Urteil.
Helmut Marko zerlegte George Russell. © Rew / XPB ImagesMarko bezweifelt Russell-Comeback
Vor dem US-GP machte der Österreicher deutlich, wie er die Rolle des Briten bei Mercedes nun sieht.
Russell ist nicht mehr der Spitzenfahrer. Antonelli hat ihm diesen Platz ganz eindeutig weggenommen. Ich bezweifle, dass er jemals wieder eine Chance auf den Weltmeistertitel haben wird oder irgendwo den Status eines Spitzenfahrers erhalten wird.
Harte Worte gegenüber dem Fahrer, der unter anderem Rekordweltmeister Lewis Hamilton im gleichen Auto schlagen konnte. Doch in dieser Saison tritt der Brite zumeist mit wenig Selbstvertrauen an und macht zusätzlich noch Fehler, die ihm das Leben schwermachen.
Hinzu kommt die Aufholjagd der anderen Top-Teams. Noch ist völlig unklar, welches Auto 2027 gewinnen kann. Und wenn der Mercedes stark ist, müsste Russell gegen seinen Teamkollegen zurückschlagen. Dieses Szenario traut Marko dem Briten eher nicht zu.
Toto Wolff nimmt seinen Fahrer in Schutz. © Rew / XPB ImagesWolff glaubt an WM-Chance
Ganz anders sieht es Teamchef Toto Wolff, wie er nach dem Rennen in Austin verdeutlichte. Der Österreicher nahm die Worte seines Landsmannes zur Kenntnis, hat aber eine ganz andere Meinung zur Thematik.
Zu Beginn der Saison ist es vielleicht schwierig, mit einer Situation fertig zu werden, in der man das Gefühl hat, dass dies das eigene Jahr ist, und dann auf der anderen Seite ein Wunderkind steht, das einem nach und nach den Vorsprung abnimmt. In einer neuen Saison ist es absolut möglich, wenn wir ihm ein schnelles Auto zur Verfügung stellen. Er hat das Zeug dazu, eine Meisterschaft zu gewinnen.
Für Wolff passe das Auto derzeit nicht zum Briten, das könne sich allerdings schnell wieder ändern. Die Worte des Österreichers sind natürlich wenig verwunderlich, da ein starker Russell die WM-Chancen des Teams deutlich erhöhen würde.
Auch Marc Surer machte in Race Control, der Champ1-Analyse zum Rennwochenende, deutlich, dass Russell in der nächsten Saison schon wieder ganz anders unterwegs sein könne. Nun gehe es für ihn darum, Platz 2 in der Fahrer-WM klarzumachen. Das wird nun auch das Ziel des Briten sein – im nächsten Jahr gibt es dann einen erneuten Anlauf.































