Auch in Spa konnte Nico Hülkenberg mal wieder keine Punkte für Audi holen. Sein junger Teamkollege Gabriel Bortoleto fuhr stattdessen zum zweiten Mal in Folge jeweils vier Punkte für das Team ein.
Schon das Qualifying lief für den Deutschen deutlich schlechter als für den Brasilianer. Für das Q3 konnte sich Hülkenberg im Gegensatz zu Bortoleto nicht qualifizieren und als wäre das nicht schlimm genug, kam obendrauf noch ein Leck in der Hydraulik dazu. Bei der Inlap musste er sein Auto abstellen bevor er es zurück in die Box hätte schaffen können. Er profitierte aufgrund der vielen Startplatzstrafen und startete das Rennen dann von Platz 12, Bortoleto rückte einen Platz nach vorne und fuhr von Position 8 los.
Hülkenberg packte nach seinem Q2-Aus mit an | © IMAGO / BelgaProbleme mit Höchstgeschwindigkeit für Hülkenberg
Die Platzierung beim Qualifying sei ein weiteres Problem gewesen, sagte er nach dem Rennen bei F1TV. Dadurch entstanden viele Zweikämpfe gerade im Mittelfeld. „Da bezahlen wir jetzt für, weil wir zu weit hinten gestartet sind“, meinte Hülkenberg. Und gerade für diese Zweikämpfe fehlte es dem Audi an Höchstgeschwindigkeit.
Bei Sky Sports F1 erklärte der Deutsche, warum das Ausbleiben der Höchstgeschwindigkeit ein Problem ist: „[Da] verlieren wir immer zwei, drei Wagenlängen. Und die fehlen am Ende einfach. Von daher ist das ein bisschen das Problem. Wenn wir davor sind, [dann] können wir wegfahren. Aber wenn wir dahinter sind oder die Kollegen direkt hinter uns, dann wird die Luft dünn.“
Am Ende reichte es für den Deutschen nur für Platz 13. Punkte waren damit mal wieder für ihn nicht in Sicht.
Gerade für die kommenden Rennen wünscht sich Hülkenberg, dass er keine technischen Probleme mehr hat und endlich zeigen kann, was der Audi eigentlich drauf hat.
Hülkenberg wünscht sich eine problemfreie Zukunft | © IMAGO / MAXPPPBortoleto zufrieden nach Spa-Wochenende
Bei Teamkollege Gabriel Bortoleto lief das Rennwochenende in Belgien deutlich besser als für Hülkenberg. Er hatte keine technischen Probleme, auch im Qualifying war er deutlich stärker als der Routinier.
Auch während der Virtual Safety Car Phase hatte der 21-Jährige mehr Glück. Sein Boxenstopp fiel komplett in die VSC-Phase. Dementsprechend zufrieden fasste er nach dem Rennen kurz die Situation zusammen: „Wir haben den ersten Stint verlängert, das virtuelle Safety-Car bekommen, und dann waren wir alleine, hatten freie Fahrt und konnten da draußen wirklich gute Rundenzeiten fahren.“
Bortoleto ist äußerst zufrieden mit seiner Leistung | © Bearne / XPB ImagesBesonders glücklich machte Bortoleto sein zweiter Platz 8 in Folge – besonders, da über 500 Audi-Mitarbeiter aus der Schweiz und aus Deutschland angereist waren. Er lobte die harte Arbeit des Teams. „Es macht mich stolz zu wissen, dass wir abliefern können und wiederholt um Punkte mitfahren können“, sagte der Brasilianer abschließend.
Aktuell liegt Audi in der Teamwertung auf Platz 9. Alle zehn Punkte hat Bortoleto für das Team eingefahren. Dieser liegt in der Fahrerwertung auf Platz 14, während Nico Hülkenberg einer der vier noch punktelosen Fahrer ist.




































