Das Ungarn-Wochenende war für George Russell ein Desaster. Sein Auto hatte am Wochenende gleich mehrere Probleme, und beim Start fiel er bis fast ans Ende des Feldes zurück.
Die Startthematik verfolgt Mercedes und den Briten schon länger. Doch so fatal wie am Wochenende war es in dieser Saison noch nicht.
Marc Surer sucht eine Erklärung für die Stratprobleme von George Russell. © IMAGO / Jan HuebnerSurer hat Vermutung für Startproblem – Wolff verteidigt Russell
Auch in Race Control, der Champ1-Analyse zum Rennwochenende, wurde über den miserablen Start des Mercedes-Stars gesprochen. Marc Surer äußerte eine Vermutung, wie dieser zustande kam.
„Es ist so: Wenn du mit der Drehzahl zu tief kommst, dann kuppelt das Auto aus, damit der Motor nicht abwürgt. Dann musst du praktisch wieder neu starten. Und wenn er jetzt durchdrehende Räder hatte und er dann vom Gas ging, dann haben die Räder gegriffen und dann fiel der Motor unter die Drehzahl und dann hat er ausgekuppelt.“
Für ihn würde es im Bereich des Möglichen liegen, dass der Fahrer selbst für dieses Problem verantwortlich sei. Damit geht er konträr zu den Aussagen, die Toto Wolff am Sky-Mikro nach dem Rennen in Ungarn tätigte.
Er sah die Schuld beim Team, auch wenn er noch nicht allzu genau wusste, warum das Problem im Endeffekt zustande kam.
„Wie es aussieht, hatten wir wieder ein Problem bei George. Er hat anscheinend etwa 10 Prozent Gas gegeben, und das Ganze ist auf Höchstdrehzahl hochgedreht. Als er vom Gas ging, ist der Motor ins Stocken geraten.“
Der Start in Ungarn wurde für Russell zu einem Desaster. © Charniaux / XPB ImagesStarts ein generelles Problem in der Formel 1?
Fernab von der Russell-Thematik hat Surer generell ein Problem mit den Starts in dieser Saison.
„Der Start ist nach wie vor sehr, sehr schwierig mit diesen Autos. Ja, das ist nach wie vor nicht optimal gelöst. Ich meine, dass sie da eine halbe Minute vorm Start schon Vollgas geben, um auf Touren zu kommen. Das hört sich schon furchtbar an, wenn du daneben stehst. Ja, also es ist Murks, diese Stadt.“
Der Sound der Autos sei laut dem Schweizer trotzdem „besser in diesem Jahr“. Trotzdem müsse man laut ihm an dem Startprozedere arbeiten. Für ihn sei es „schleierhaft“, warum man keine Batterie für den Start verwenden könne.
Die FIA sorgte in diesem Jahr bereits mit einer Änderung der Starts für Diskussionen. Ferrari, die durch die Regeländerungen einen klaren Startvorteil weitestgehend komplett verloren hatten, beschwerten sich vehement. Eine weitere Änderung ist bislang allerdings nicht angedacht. Kritiker müssen sich also wohl noch etwas gedulden.































