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Über Updates und Upgrades in der Pressekonferenz des Baku-GP

Hadjar ist zurück, Leclerc stellt interne Spannungen klar und Albon kommentiert Williams-Upgrade. Die Pressekonferenz in Baku.

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In der Pressekonferenz vor dem Rennwochenende in Baku ging es vor allem um die Rückkehr nach der Verletzung von Isack Hadjar. Außerdem äußerte sich Charles Leclerc zu den internen Spannungen und Alex Albon gibt einen kleinen Hoffnungsschimmer auf das große Williams-Upgrade.

Isack Hadjar in der PressekonferenzEndlich ist Isack Hadjar wieder zurück | © Bearne / XPB Images

Hadjar ist glücklich

Drei Rennen verpasste der Red Bull-Pilot aufgrund seiner Handgelenksverletzung. In Baku kehrt er nun wieder topfit zurück – mit einer Vertragsverlängerung im Gepäck.

„Es ist definitiv schön zurückzukehren. Ich freue mich darauf, wieder zu fahren – das letzte Mal, dass ich am Steuer saß, war in Budapest“, merkte Hadjar an, „Eine schwierige Strecke für die Rückkehr – [das Handgelenk] ist gut genug fürs Fahren, mehr brauche ich nicht.“

Hadjar hat ein simples Ziel dieses Wochenende: Vorne mitmischen.

Ich bin hier, um zu zeigen, was ich auf der Strecke leisten kann. Das Auto ist konkurrenzfähig, und ich möchte einfach vorne mitmischen und mich mit den Jungs an der Spitze messen – mehr nicht.

Außerdem erklärte Hadjar in der Pressekonferenz die Schwere und Genauigkeit seiner Verletzung. Damit hatte man sich bisher bedeckt gehalten. „Ich hatte einen kleinen Bruch an der Außenseite des Handgelenks. Es war ein langwieriger Prozess. Ich brauchte keine Operation, die Heilung verlief also auf natürlichem Wege und nahm einige Zeit in Anspruch. Es wird zwar noch eine Weile schmerzhaft bleiben, aber bald sind sechs Wochen um, und das Gelenk sollte dann stabil genug sein, um den Belastungen standzuhalten“, erklärte der Franzose. Er meinte, dass seine erste Session auf dem Simulator gut lief. Wenn es im Simulator läuft, dann klappt es auch im Cockpit des Autos, meinte Hadjar zuversichtlich.

Boxverbot hat man dem Franzosen nicht erteilt. Er sei keine fünf Jahre alt, meinte dieser, er passe nun einfach mehr auf.

Charles Leclerc in der PressekonferenzWird Kurve 15 für Leclerc wieder ein Hindernis? | © Bearne / XPB Images

Leclerc äußert sich zu Ferrari-Spannungen

Baku muss Charles Leclerc oft im Gedächtnis bleiben. Schließlich ist das eine der Strecken, auf denen er am meisten in der Bande landete. „Für mich ist Kurve 15 die Gefahrenstelle“, scherzte er über diese Strecke. „Ich werde versuchen, sie dieses Jahr zu meiden!“

Das Qualifying scheint aktuell dem Ferrari-Piloten generelle Probleme zu bereiten. „Ich weiß es nicht, aber das Qualifying ist in diesem Jahr sicherlich der Bereich, in dem wir am meisten zu kämpfen haben“, erklärte Leclerc. „Ich fahre hier sehr gerne.“

Jedoch meinte der Monegasse außerdem, dass Ferrari keine streckenspezifischen Probleme habe, sondern mehr generelle: „Wir hatten an den letzten Wochenenden hier und da mit einigen Schwierigkeiten zu kämpfen, und es liegt an uns, es besser zu machen.“

Auch die internen Spannungen sprach er in der Pressekonferenz an: „Es gab Momente, in denen ich zu weit gegangen bin, oder in denen Lewis zu weit gegangen ist – aber das Wichtigste ist, darüber zu sprechen.“

Ich bin seit 2019 bei Ferrari und weiß, wie sehr Dinge überanalysiert und totgeredet werden.

„Wir wollen beide gewinnen – als Team siegen und Ferrari ganz vorne sehen. Ich genieße den Zweikampf mit Lewis. Genau darum geht es in der Formel 1: sich mit den Besten zu messen, und Lewis gehört definitiv dazu“, machte Leclerc deutlich, „Was in Kurve 2 in Monza passiert ist, wollen wir nie wieder erleben.“

Alex Albon in der PressekonferenzWird das Upgrade Williams aus dem Loch ziehen können? | © Bearne / XPB Images

Albon über das neue Williams-Upgrade

Williams bringt in Baku das langersehnte Upgrade. Alex Albon sagte, dass der FW48 nun endlich leichter geworden sei. „Wir hatten bisher einen erheblichen Gewichtsnachteil zu kompensieren, und da wir an diesem Wochenende mit Ballast fahren, macht das einen großen Unterschied aus“, erklärte Albon. „Das Gewicht wirkt sich direkt auf die Rundenzeit aus. Wir wissen also, dass dies ein wichtiger Schritt nach vorne sein wird – unabhängig davon, wie gut die Aerodynamik funktioniert.“

Es ist ein gutes Upgrade, aber man muss bedenken, wie stark sich die Konkurrenz im Mittelfeld im Laufe der Saison verbessert hat. Es ist zwar ein gutes Update, aber in jedem anderen Jahr wäre es ein gewaltiger Sprung gewesen.

„Das Team hat fantastische Arbeit geleistet, denn ein Chassis-Wechsel mitten in der Saison ist keine Kleinigkeit“, lobte er das Williams-Team. Optisch werde man keine große Veränderung sehen, meinte der Thai-Brite, allerdings habe Baku schon immer gut zum Williams gepasst und man hofft auf ein gutes Ergebnis.

„Diese Strecke ist ziemlich einzigartig. Die Rundenzeit hängt davon ab, wie viel Risiko man bereit ist einzugehen. Die Strecke ist recht technisch, die Kurven haben zwar 90-Grad-Winkel, sind aber alle unterschiedlich“, erklärte Albon über den Stadtkurs.

Perez, Piastri und Russell in der PressekonferenzPerez, Piastri und Russell waren die zweite Gruppe der Pressekonferenz | © Bearne / XPB Images

Hass-Liebe mit Baku bei Piastri

Auch in der zweiten Gruppe der Fahrer-Pressekonferenz blickt man zuversichtlich auf das Wochenende. Sergio Perez hofft, dass das Team das beste aus dem Wochenende herausholen kann – sofern man das Rennen überhaupt beenden kann.

Oscar Piastri sieht in Baku eine Hass-Liebe. 2024 konnte er hier gewinnen, im Jahr darauf landete er gleich in der ersten Runde in der Bande. Er hofft mehr auf ein Ergebnis aus 2024. Er betonte, dass McLaren weiterhin Fortschritte in der Entwicklung macht und keinen Stillstand erlebt.

Der dritte im Bunde, George Russell, freut sich auf das Wochenende. Er sagte, er fühlt sich in letzter Zeit deutlich wohler mit dem Auto. Außerdem betonte er, dass er nun doch um den Weltmeistertitel kämpfen werde, bis es mathematisch nicht mehr möglich sei. Nach dem Rennen in Madrid klang er in dieser Hinsicht deutlich anders.

Für Piastri war Baku im letzten Jahr der Anfang vom Ende seines WM-Titelkampfes. Russell vertraut in seine Fähigkeiten, auch wenn er demnächst eine Strafe aufgrund eines Motorenwechsels hinnehmen muss. Wann genau der Wechsel kommt, konnte der Mercedesfahrer in der heutigen Pressekonferenz noch nicht bestätigen.

Sowohl Piastri als auch Russell glauben daran, dass sie bald wieder „auf der Höhe“ sind was die Performance angeht. Im Gegensatz zu ihren Teamkollegen kommen beide nicht so gut mit den neuen Autos zurecht. Doch das soll sich hoffentlich bald ändern, sagten beide.

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Laura Schanz
Laura Schanz ist seit Juni Teil des CHAMP1.NEWS-Teams. Ursprünglich kommt sie aus dem Bildungswesen, doch ihre Begeisterung für die Formel 1 entwickelte sich schnell von einem Hobby zu einer echten Leidenschaft. Heute verfolgt sie zwei klare Missionen: Zum einen möchte sie alle Strecken des aktuellen Formel-1-Kalenders persönlich besuchen — sechs davon konnte sie bereits abhaken. Zum anderen will sie mit dem hartnäckigen Vorurteil aufräumen, dass Frauen in der Formel 1 keinen Platz hätten. Für Laura ist die Königsklasse weit mehr als schnelle Autos, laute Motoren und der Geruch von verbranntem Gummi. Mit analytischem Blick begleitet sie Rennwochenenden, ordnet aktuelle F1-News und Entwicklungen ein und schreibt klare, verständliche Artikel rund um das Geschehen auf und neben der Strecke. Darüber hinaus ist sie als Social-Media-Host für CHAMP1 aktiv und gehört bei den Live-Sendungen an den Rennwochenenden neben Chantal und David zum On-Air-Team. Ihr Anspruch: die Formel 1 greifbarer, verständlicher und zugänglicher zu machen — für eingefleischte Fans genauso wie für alle, die gerade erst in diesen Sport eintauchen.
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