Der Große Preis von Mexiko wurde nach dem Rennen noch einmal ordentlich durchgewürfelt – Grund dafür waren zahlreiche Strafen, die ausgesprochen wurden.
Dadurch gab es nicht nur ein Team, das im Tal der Tränen landet, sondern vor allem einen Fahrer, der ein besonderes Debüt feiert.
© Charniaux / XPB ImagesGasly und Colapinto mit harten Strafen
Eigentlich hätte es für Alpine ein überragendes Wochenende werden können. Nach der Piastri-Bestrafung für seinen Crash mit Arvid Lindblad fiel der Australier aus den Punkten raus. Colapinto war plötzlich auf P7, Pierre Gasly auf P9.
Doch plötzlich gab es eine Untersuchung gegen beide Fahrer. Sie sollen zu schnell unter Gelb gewesen sein. Gasly und Colapinto mussten also zu den Stewards. Kurz nach halb 3 deutscher Zeit gab es dann die Entscheidung.
Und für Alpine brach eine Welt zusammen. Gasly hatte unter einer doppelten Gelben Flagge, anders als seine Kollegen, nicht stark genug abgebremst und war zu schnell unterwegs. Eine Stop-and-Go-Strafe, die nach einem Rennen +30 Sekunden bedeutet. Der Franzose landete am Ende auf P17.
Franco Colapinto wurde zwar am Ende nur mit einer 10-Sekunden-Strafe belegt, weil es bei ihm nur um einen Bereich mit einfacher Gelber Flagge ging, flog aber ebenso wie sein Teamkollege aus den Punkten raus.
Hirakawa darf sich über einen Punkt freuen. © Batchelor / XPB ImagesHirakawa mit Punkt bei F1-Debüt in Mexiko
Am Ende profitierten Liam Lawson, der das Rennen auf P7 beendet, dicht gefolgt von Gabriel Bortoleto, Isack Hadjar und Ryo Hirakawa. Für den Japaner ist es gleichzeitig ein ganz besonderer Moment – er holt bei einem ersten Formel-1-Start einen Punkt.
Gerechnet hätte der Haas-Pilot wohl kaum mit einem solchen Resultat, vor allem, weil er niemals davon ausgehen konnte, überhaupt das Wochenende zu bestreiten.
Doch der Zoff zwischen Esteban Ocon und dem amerikanischen Rennstall sorgte dafür, dass der Japaner in Mexiko fahren durfte – und er nutzte seine Chance. Mit dem Punkt liegt er in der Fahrerwertung nun sogar vor Lance Stroll, Valtteri Bottas und Sergio Perez, die in dieser Saison noch gar nicht punkten konnten.
Alpine hat mit 69 Punkten zwar weiterhin einen komfortablen Vorsprung auf Haas (31 Punkte), doch die Racing Bulls (108) werden sie spätestens jetzt wohl nicht mehr auf- oder überholen können.
Auch in Mexiko schrieb die Formel 1 mal wieder Geschichten, die man vor dem Wochenende nicht vorhersehen konnte. Dieses Mal steht Alpine auf der Verliererseite – während Ryo Hirakawa strahlt.































