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Formel 1 News

„Bin kein Computer“: Hadjar greift eigenes Team scharf an

Nach dem Barcelona Grand Prix greift Isack Hadjar öffentlich das eigene Team an. Schafft es Red Bull aus dem sportlichen Loch?

© IMAGO / Marco Canoniero

Isack Hadjar soll bei Red Bull zu einer verlässlichen Nummer zwei heranwachsen, nachdem einige Fahrer beim österreichischen Rennstall enttäuschten.

In dieser Saison zeigt der Franzose immer wieder ansprechende Leistungen, doch genauso wie Max Verstappen hadert er bislang noch mit seinem Boliden.

Red Bull erlebt eine schwierige Saison. © IMAGO / MAXPPP

Hadjar unzufrieden mit Entwicklung

Das Rennen beendete der Red-Bull-Pilot auf dem sechsten Rang. Das klingt im ersten Moment gar nicht mal so schlecht, doch der Anspruch beim Rennstall und bei Isack Hadjar ist ein anderer.

In einer Medienrunde nach dem Rennen legte Hadjar den Finger in die Wunde. Denn vor allem am Start verlor er unheimlich viele Plätze.

Er verdeutlichte, dass das ganze Wochenende für ihn nicht gut gelaufen sei. Doch die Teststarts, die die Fahrer im Vorfeld immer wieder probieren, seien besser gewesen.

„Ausgerechnet in der Startaufstellung musste es passieren. Ich habe zweimal den Motor abgewürgt, was mir die ganze Saison über noch nie passiert ist. Wir müssen diese Probleme beheben. Das Verfahren ist viel zu kompliziert, und ich bin kein Computer, ich bin keine Maschine. Ich kann nicht auf 0,0001 Prozent genau sein. Das funktioniert so nicht.“

Bereits in Monaco gab es beim österreichischen Rennstall Probleme. Max Verstappen blieb beim Start fast stehen und musste sein Auto nach nur einer Runde abstellen. Während andere Teams wie Mercedes die Startprobleme in den Griff bekommen, scheint es bei Red Bull an mehreren Stellen zu haken.

Hadjar fuhr ein einsames Rennen in Barcelona. © IMAGO / NurPhoto

Red Bull im Niemandsland?

Der Red-Bull-Youngster machte klar, dass die Startprobleme sein Rennen noch schwieriger machten, als es wohl ohnehin schon gewesen wäre.

„Vor allem, wenn man wie ich ganz hinten startet, überholt man die Autos aus dem Mittelfeld ziemlich leicht, und dann sind die Spitzenautos weit entfernt, sodass es ein langweiliges Rennen wird.“

Ähnlich wie sein Teamkollege tut sich der Red Bull schwer, mit den anderen Top-Teams mitzuhalten. McLaren und vor allem Ferrari und Mercedes scheinen derzeit deutlich stärker zu sein.

Hadjar hatte sogar noch Schlimmeres befürchtet. Das Team habe sich „auf einer solchen Strecke und unter diesen Bedingungen besser geschlagen, als ich erwartet hatte“. Dieses Fazit lässt allerdings tief blicken, was den derzeitigen Zustand Red Bulls angeht.

Nicht nur sportlich, auch politisch geht es beim Rennstall zurzeit drunter und drüber. Die Max-Verstappen-Gerüchte, die Berufung gegen das verlorene Hadjar-Podium in Monaco und die anstehende ADUO-Entscheidung bestimmen die Schlagzeilen.

Erfrischend ist, dass die Diskussionen um den zweiten Fahrer leiser sind, als in den vergangenen Jahren. Das liegt daran, dass Hadjar bislang abliefert. Jetzt muss das Team nur noch den Weg zurück an die Spitze finden. Doch der Weg dahin scheint derzeit weit.

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David Heermann
David Heermann verbindet sportliche Leidenschaft mit journalistischem Anspruch. Bereits während seines Medienwissenschaftsstudiums stand für ihn fest, dass er seinen beruflichen Weg im Sportjournalismus gehen möchte. Die Formel 1 begleitet ihn seit seiner Kindheit – heute interessiert ihn jedoch weit mehr als das reine Renngeschehen. Strategische Entwicklungen, teaminterne Dynamiken und die Geschichten abseits der Strecke prägen seinen Blick auf die Königsklasse. Seit 2026 ist er Teil von CHAMP1. Für CHAMP1.NEWS verfasst er regelmäßig News-Artikel, Hintergrundberichte und Analysen. Darüber hinaus präsentiert er Formate auf den Social-Media-Kanälen der Plattform und ordnet in den Sendungen Qualifyings, Sprints und Rennen ein – mit Fokus auf die entscheidenden Szenen, strategischen Wendepunkte und sportlichen Entwicklungen. Sein Anspruch: komplexe Themen klar einordnen, Hintergründe verständlich aufbereiten und die wichtigsten Ereignisse aus der Welt der Formel 1 präzise und professionell vermitteln.
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