In dieser Woche in der Formel 1 waren vor allem die Zukunftsspekulationen ein großes Thema. Das Kalenderchaos, die TV-Rechtesituation und das Fahrerkarussell bei Audi könnten in Zukunft ins Rollen kommen. Der Wochenrückblick.
Domenicali hält noch an den Nahost-Rennen fest. © Price / XPB ImagesFormel-1-Saison könnte in Europa enden
Die Spekulationen über den Rennkalender in der Formel 1 gehen durch den Nahostkonflikt weiter. Während zuletzt bestätigt wurde, dass Malaysia den Bahrain GP ausrichtet, ist der Plan für das Jahresende noch völlig unklar.
In einer Medienrunde machte Formel-1-Boss Stefano Domenicali nun klar, was passiert, wenn sich der Konflikt im Nahen Osten nicht beruhigt. Dann soll das letzte Rennen nämlich in Europa stattfinden.
Mehrere Strecken sollen ihr Interesse angemeldet haben, während ein Doppel-Rennen in Las Vegas aufgrund der NFL nicht möglich ist. Welche Strecke am Ende einspringen könnte, wird man wohl erst im September erfahren, wenn die endgültige Entscheidung feststehen soll. Imola gilt derzeit als realistischste Option für ein Ersatz-Finale.
Verlieren RTL und Sky die Formel 1? © IMAGO / Panama PicturesVerlieren RTL und Sky die Formel 1?
Seit 1984 zeigt der Kölner Privatsender RTL mit Unterbrechung die Formel 1 – Sky seit 1996. Bis Ende 2027 sind die Rechte gesichert. Doch jetzt könnte sich alles ändern. Denn ein neuer Player könnte den TV-Ring beschreiben.
Stefano Domenicali machte jüngst klar, dass man nun mehr Interessenten für die Rechte an den Formel-1-Übertragungen in Deutschland hätte. Laut dem Motorsport-Magazin soll Apple dazu gehören.
Der US-Riese könnte den Preis für die Rechte nach oben treiben und zu einem Problem für RTL/Sky werden. Im Winter wird wohl eine endgültige Entscheidung erwartet, wer ab 2028 die Formel 1 übertragen darf.
Piastri oder Sainz könnten zu Audi wechseln. © Batchelor / XPB ImagesTop-Star vor Wechsel zu Audi?
Bei Audi konnte man vor der Sommerpause endlich von einer erfolgreichen Phase sprechen. Gabriel Bortoleto konnte zweimal Achter werden und auch Nico Hülkenberg durfte in Ungarn endlich Punkte bejubeln.
Doch in Zukunft ist klar: Audi will ganz klar an die Spitze. Und das Projekt scheinen auch viele Fahrer mit großen Augen zu betrachten. Laut übereinstimmenden Medienberichten sind vor allem Carlos Sainz und Oscar Piastri an einem Sitz beim deutschen Team interessiert. Konkret geht es wohl um die Zeit ab 2028.
Im Podcast The Red Flags brachte Günther Steiner noch einen weiteren Top-Fahrer ins Spiel.
„Sie scheinen auf dem richtigen Weg zu sein. Ich denke, es gäbe mehrere Kandidaten. Carlos, auf jeden Fall. Ich glaube, George schaut sich auch um, jetzt, wo er bei Kimi ist. Er will nicht bei Kimi hängenbleiben, weil er dann genau weiß, wo er den Rest seines Lebens sein wird. Also versucht er, neue Möglichkeiten zu finden.“
In Madrid findet in diesem Jahr zum ersten Mal ein F1-GP statt. © IMAGO / Ricardo Larreina AmadorPirelli trifft Reifenwahl für Madrid
Es gab allerdings auch Entscheidungen, die in dieser Woche getroffen wurden. Und normalerweise wird die Reifenwahl von Pirelli für einen Grand Prix mit einem Schulterzucken zur Kenntnis genommen.
Doch da die Formel 1 in diesem Jahr zum ersten Mal in Madrid unterwegs ist, kann es durchaus interessant sein, darauf zu schauen, welche Reifensätze zur Verfügung stehen werden.
Pirelli hat inzwischen verkündet, dass in Madrid die mittlere Reifenmischung verwendet werden soll. Das bedeutet, die Teams haben die Wahl zwischen C2, C3 und C4. Der Reifenhersteller begründete die Entscheidung in einem offiziellen Statement damit, dass das Streckenlayout ähnlich wie in Silverstone und Spa sei.
Langsame Kurven und harte Bremszonen könnten zusammen mit dem reibenden Asphalt dafür sorgen, dass die Reifenabnutzung zu einem Problem werden könnte. Risiko will man im Endeffekt also nicht eingehen.
Gwen Lagrue wechselt zu Red Bull. © Batchelor / XPB ImagesLagrue-Coup perfekt
In dieser Woche verkündete Red Bull auch einen Deal, der schon lange als perfekt galt. Gwen Lagrue wechselt von Mercedes zum österreichischen Rennstall und wird die Leistung des Red-Bull-Juniorprogramms, das früher in der Hand von Helmut Marko lag, übernehmen.
Lagrue gilt als echter Perlentaucher. Der Brite hat unter anderem dafür gesorgt, dass Alex Albon, Carlos Sainz, George Russell und Kimi Antonelli den Weg in die Formel 1 geschafft haben.
Mit dem Deal will Red Bull weiter den Weg der jungen Wilden gehen. Weil die Zukunft von Max Verstappen weiter unklar ist, muss man für die Zukunft vorbereitet sein. Lagrue ist ein echter Coup, der den nächsten Superstar an den Start bringen könnte.
































