Nach dem Rennen in Madrid schien es, als hätte George Russell den Kopf in den Sand gesteckt. Mercedes CEO Toto Wolff sieht dazu gar keinen Grund. Er versichert: Noch ist alles möglich.
Kann Russell überhaupt noch Weltmeister werden? | © XPB ImagesRussell sieht keine Chance um WM-Titel
Während sein Teamkollege Kimi Antonelli einen Sieg nach dem anderen einfährt, sieht George Russell daneben ziemlich alt aus. Zwar ist er aktuell zweiter in der WM-Wertung, aber der Abstand auf Antonelli liegt bei 81 Punkten. Nach dem Rennen in Madrid machte Russell deutlich: „Realistisch gesehen kämpfe ich nicht um den Fahrertitel.“
Auch wenn es mathematisch gesehen noch möglich ist, dass Russell den Titel gewinnen kann, hat der Brite selbst keine Hoffnung mehr darauf. Sein Ziel ist es nun, dem Team zum Konstrukteurstitel zu verhelfen.
Wolff steht voll hinter Russell | © Rew / XPB ImagesToto Wolff widerspricht Russell
Mercedes Teamchef und CEO Toto Wolff möchte seinem Fahrer mit dieser Meinung ganz und gar nicht zustimmen. „Es ist ein technischer Sport; man kann einen Unfall haben oder ausfallen. Und solange es rechnerisch noch möglich ist, verdient George die volle Unterstützung des Teams“, machte Wolff deutlich.
Er stellt sich voll hinter seinen Fahrer, der 2017 Teil des Mercedes Junior Teams wurde. „Es kann gute und schlechte Rennen sowie gute und schlechte Jahre geben, aber wir sprechen hier von einem Fahrer, der zuvor alles gewonnen hat, was es zu gewinnen gab“, lobte Wolff den Briten.
Jede einzelne Kart-Meisterschaft, die Formel 3 in seinem Debütjahr, die Formel 2 in seinem Debütjahr, dann der Wechsel zu Williams – ich meine, wir reden hier von einem Spitzenfahrer.
Für den Österreicher ist es wichtig, dass man Russell zurück zu seinem Potential bringe. Denn laut ihm steckt in Russell alles, was ein Formel 1 Weltmeister brauche.
„Wir müssen herausfinden, was er braucht, um dieses Potenzial voll entfalten zu können – und natürlich spielt auch die psychologische Komponente eine Rolle“, erklärte der Mercedes-CEO. „Wenn man eine solche Phase durchmacht wie er in diesem Jahr, steckt man ordentlich ein, aber die ganz Großen erholen sich davon. Ich glaube, George hat alles, was man braucht, um um Meisterschaften zu kämpfen.“
Solange es mathematisch unmöglich ist für Russell den Titel zu gewinnen, stehen alle bei den Silberpfeilen voll hinter ihm, versicherte man.































