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„Bin überrascht“: Surer und Wittich äußern sich zur ADUO-Entscheidung

In Race Control zeigt sich Formel-1-Legende Marc Surer überrascht von der ADUO-Entscheidung. Niels Wittich wagt einen Erklärungsversuch.

©IMAGO / Action Plus / CHAMP1

Die ADUO-Regelung soll unterlegenen Motorherstellern die Chance geben, an die Benchmark heranzukommen. In den letzten Tagen wartete der Formel-1-Kosmos gespannt auf die Entscheidung der FIA.

Nun soll diese laut übereinstimmenden Medien gefallen sein. Und nicht Mercedes, sondern Red Bull soll den besten Motor gebaut haben.

Marc Surer ist überrascht, dass Red Bull den besten Motor hat. © IMAGO / Jan Huebner

Surer verwundert über ADUO-Entscheidung

Auch in Race Control, der Champ1-Analyseshow, wurde über die ADUO-Entscheidung gesprochen. Kommentatorenlegende Marc Surer hätte mit einer anderen Entscheidung gerechnet.

„Ich bin überrascht. Ich habe immer gedacht, Mercedes hat den besten Motor, zumal sie auch mit diesem Trick arbeiten. Wir erinnern uns daran, dass sie praktisch die Kompression, wenn der Motor warm ist, erhöhen können.“

Seit Monaco ist das aber so nicht mehr möglich, da nun auch Messungen im Warmzustand stattfänden. Für Surer könnte das ein Erklärungsansatz sein, warum Mercedes hinter den Red-Bull-Motor zurückgefallen ist.

Doch trotzdem würde den Schweizer die Entscheidung wundern, da die Fahrbarkeit des Red-Bull-Motors nicht gut sei. Ex-Rennleiter Niels Wittich war zwar in diese Detailfragen nie involviert, glaubt aber, dass auch so etwas messbar sei.

„Ich gehe davon aus, dass die Technik da in der Lage ist, da eine ganz, ganz straffe Matrix drüberzulegen und genau auszuwerten, wie denn das alles so geht.“

Niels Wittich glaubt, dass Red Bull Probleme mit der Hybridkomponente hat. © IMAGO / Panoramic by PsnewZ

Wittich nennt möglichen Grund für Red-Bull-Probleme

Für Wittich sei das Gesamtpaket bei Mercedes einfach das Beste. Der Rennstall habe „diese ganzen Schwankungen vom Hybridantrieb nicht so wie andere“.

Red Bull habe hingegen große Probleme mit dem Verbrenner und damit, „den Hybridantrieb quasi konstant am Laufen zu halten“. Wie die Gesamtleistung des Red-Bull-Motors sei, wisse durch die Probleme keiner so richtig.

Auch in Monaco machte der Red-Bull-Antrieb mal wieder Ärger. Max Verstappen musste nach einer schleppenden ersten Runde seinen Boliden abstellen, weil die Leistung schlichtweg fehlte.

Ein Upgrade kann sich der Rennstall wohl nun abschminken, während alle anderen Teams, sogar Mercedes, mindestens ein Update in diesem und im nächsten Jahr an den Start bringen können.

Kann Lewis Hamilton schon bald Siege im Ferrari feiern? © IMAGO / Marco Canoniero

Surer hofft auf Ferrari-Fortschritte

Da Ferrari sogar mehr als 4 % hinter dem Red-Bull-Motor liegen soll, darf sich die Scuderia wohl über zwei Updates im Jahr 2026 und 2027 freuen. Surer hofft auf einen großen Leistungssprung.

„Ich kann mir durchaus vorstellen, dass sie von der reinen Motorleistung nicht so top sind. Wir können uns freuen, wenn Ferrari weiß, was sie verbessern müssen. Dann wird die WM ein bisschen spannender, wenn die plötzlich richtig mitmischen können.“

Zurzeit hat der italienische Rennstall vor allem auf den Geraden zu kämpfen. Charles Leclerc und Lewis Hamilton tun sich schwer, dort mit den anderen Top-Teams zu konkurrieren, während der Wagen vorwiegend in den Kurven zu den stärksten im Feld gehört.

Surer hoffe, dass Ferrari es schaffen könne, den Motor auf Mercedes-Niveau zu bringen, damit man sich auf eine gute WM freuen könne. Doch in den nächsten Wochen muss der Rennstall noch andere Lösungen finden, um die Sehnsucht nach Rennsiegen endlich wieder zu erfüllen.

Die ADUO-Regelung könnte das Feld durcheinanderwirbeln, doch in Barcelona bleibt es erst einmal beim Status quo – und damit wohl auch bei den alten Machtverhältnissen.

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David Heermann
David Heermann verbindet sportliche Leidenschaft mit journalistischem Anspruch. Bereits während seines Medienwissenschaftsstudiums stand für ihn fest, dass er seinen beruflichen Weg im Sportjournalismus gehen möchte. Die Formel 1 begleitet ihn seit seiner Kindheit – heute interessiert ihn jedoch weit mehr als das reine Renngeschehen. Strategische Entwicklungen, teaminterne Dynamiken und die Geschichten abseits der Strecke prägen seinen Blick auf die Königsklasse. Seit 2026 ist er Teil von CHAMP1. Für CHAMP1.NEWS verfasst er regelmäßig News-Artikel, Hintergrundberichte und Analysen. Darüber hinaus präsentiert er Formate auf den Social-Media-Kanälen der Plattform und ordnet in den Sendungen Qualifyings, Sprints und Rennen ein – mit Fokus auf die entscheidenden Szenen, strategischen Wendepunkte und sportlichen Entwicklungen. Sein Anspruch: komplexe Themen klar einordnen, Hintergründe verständlich aufbereiten und die wichtigsten Ereignisse aus der Welt der Formel 1 präzise und professionell vermitteln.
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